"Goldene Himbeere" 2019: Das sind die Nominierten

Schlechte Schauspieler, miese Filme – davon gibt es bekanntlich genug. Doch einige Kandidaten haben in den Augen der "Goldenen Himbeere"-Jury im letzten Jahr besonders "brilliert". Der Anti-Oscar wird einen Tag vor den richtigen Goldjungen vergeben - in diesem Jahr am 23. Februar. Die wichtigsten Nominierten 2019 im Überblick. © spot on news

Johnny Depp musste bei der Zwergen-Animation "Sherlock Gnomes" zwar nicht sein Gesicht zeigen, lieh aber dem Hauptzwerg seine Stimme. Und das machte er offenbar so schlecht, dass es ihm die Nominierung als "Schlechtester Hauptdarsteller" einbrachte.
Und so "sieht" Johnny Depp als Zwergen-Detektiv aus. Ja, er hat sicherlich schon bessere Auftritte hingelegt.
Der Film "Gotti" über das Leben eines New Yorker Gangsterbosses hat gleich fünf Nominierungen eingeheimst: Einmal für John Travolta als "Schlechtesten Hauptdarsteller", für Kevin Connolly als "Schlechtesten Regisseur", dann ...
.... eine für Travolta und seine Filmpartnerin Kelly Preston als "Schlechtestes Leinwandpaar", eine für das "Schlechteste Drehbuch" und zu guter Letzt konsequenterweise eine in der Kategorie "Schlechtester Film".
Als ebenso preiswürdig sieht die Jury den plumpen Rachefilm "Death Wish" an. Für Bruce Willis gibt es eine Nominierung als "Schlechtester Hauptdarsteller" und für den Film eine als "Schlechtestes Remake".
Der zweite Teil der "Fifty Shades of Grey"-Trilogie stach vergangenes Jahr mit acht Nominierungen heraus, da sind die drei Nennungen für den neusten, dritten Teil "Befreite Lust" noch vergleichsweise gnädig. Diese gibt es für Marcia Gay Harden (nicht im Bild) als "Schlechteste Nebendarstellerin", für das "Schlechteste Drehbuch" und für die "Schlechteste Regie".
Racheengel Jennifer Garner verdiente sich in dem Film "Peppermint" eine Nominierung zur "Schlechtesten Hauptdarstellerin".
Sechs Nominierungen, inklusive "Schlechtester Film", für "The Happytime Murders": Darunter auch eine für Melissa McCarthy (Bild) als "Schlechteste Hauptdarstellerin". Kritikern zufolge ist der Versuch, mit der Plüsch-Gemetzel-Story alltäglichen Rassismus aufzuzeigen, völlig fehlgeschlagen. Stattdessen sorgten gruselige Sex-Szenen und peinliche Anzüglichkeiten für Brechreiz bei den Zuschauern.
Hauptdarsteller Will Ferrell (r.): schlecht! Nebendarsteller John C. Reilly (l.): schlecht! Beide zusammen: schlecht! Ganzer Film: schlecht! Remake-Qualität: schlecht! Auch die zweite humoristisch gemeinte Sherlock-Holmes-Verfilmung "Holmes und Watson" darf sich über fünf Nominierungen ärgern.
Drei Nominierungen für den Horrorstreifen "Winchester": Hellen Mirren als "Schlechteste Hauptdarstellerin", für die "Schlechteste Regie" und einmal für den Film an sich.
Die x-te Neuverfilmung von "Robin Hood" kam ebenfalls nicht gut an. Drei Nominierungen gab es dafür: "Schlechtester Film", "Schlechtestes Remake" und "Schlechteste Nebenrolle" für Jamie Fox als Little John.