Fehlentscheidung: Stars, die sich für ihre eigenen Filme schämen

Nicht jeder Streifen trifft jedermanns Geschmack, doch zumindest die Hauptdarsteller stehen immer hinter ihren eigenen Filmwerken. Falsch gedacht, denn diese Hollywood-Größen bereuen tatsächlich die ein oder andere Zusage zu einem Filmprojekt. © spot on news

2008 spielte Mark Wahlberg im Thriller "The Happening" die Hauptrolle des Biologielehrers Elliot Moore. Doch in einer Pressekonferenz im Jahr 2010 bezeichnete er den Film als sein schlechtestes Projekt und lässt kein gutes Haar an seiner Darstellung. "Es war ein schlechter Film. Aber es ist, was es ist. Blöde Bäume. Und diese Pflanzen. […] Wenigstens habe ich keinen Polizisten oder Ganoven gespielt."
Mehr als deutliche Worte fand auch Sylvester Stallone über seinen Film "Stop! Oder meine Mami schießt". Die Komödie aus dem Jahr 1992 bezeichnete der Schauspieler einst auf die Frage eines Fans hin, als das mit Abstand schlechteste Werk, dass er jemals gemacht habe. Außerdem sei der Film generell der Schlechteste des gesamten Sonnensystems, auch wenn es Aliens gäbe, die ebenfalls Müll produziert hätten.
Chris Pratt hat Glück gehabt. Sein Low-Budget-Horror-Streifen "Cursed Part 3", der gleichzeitig seine erste Filmrolle war, schaffte es damals noch nicht einmal auf die Kinoleinwand – und blieb so den meisten Zuschauern verborgen. Trotzdem gab der Schauspieler in einem Interview mit "Vanity Fair" zu, dass er diesen Film für seinen schlechtesten halte.
Arnold Schwarzenegger schrieb als Teminator sicherlich Filmgeschichte, doch auch er ist nicht mit all seinen Werken zufrieden. In einem Interview mit "Entertainment Online" verriet der Hollywood-Star, dass der Trash-Streifen "Red Sonja" an der Seite von Brigitte Nielsen sein schlechtester Film aller Zeiten sei. Scherzhaft behauptete er außerdem, dass seine Kinder früher zur Strafe den Streifen anschauen mussten.
Unglaublich aber wahr: Brad Pitt bezeichnet den Thriller "Vertrauter Feind" aus dem Jahr 1997 als "Desaster". Schon während des Drehs soll die Stimmung am Set zwischen Harrison Ford und Pitt unerträglich gewesen sein. Es kam sogar zu einer Verhandlung vor Gericht und ein Urteil untersagte Pitt, seine Arbeit vorzeitig abzubrechen.
Zwischen all die unzufriedenen Männer reiht sich auch Charlize Theron ein. Ihre Nebenrolle im Actionfilm "Wild Christmas" unterschrieb sie 2000 nur, weil sie schon immer mit dem legendären Regisseur John Frankenheimer zusammenarbeiten wollte. Nachträglich ist sie mit dem Endergebnis allerdings so unzufrieden, dass sie in verschiedenen Interviews immer wieder erwähnte, "Wild Christmas" sei ein schlechter Film und sie wünschte, sie hätte niemals zugesagt.
2009 spielte Channing Tatum im Actionfilm "G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra" die Hauptrolle. Im Nachhinein gab er allerdings zu Protokoll, dass er von Anfang an keine Lust auf den Film hatte, aber vertraglich dazu verpflichtet war. Auch vom Endergebnis war er alles andere als angetan.
Will Smith empfindet tiefe Reue gegenüber der Entscheidung, 2013 die Hauptrolle im Science-Fiction-Film "After Earth" angenommen zu haben. In einem Interview mit "Variety" erzählte er: "‚After Earth' war eine wertvolle Lektion. Es war der schmerzvollste Fehltritt in meiner Karriere. ‚Wild Wild West‘ tat sogar weniger weh, aber in ‚After Earth‘ habe ich meinen Sohn mit hineingezogen. Das war qualvoll."
Als viel zu gewalttätig bezeichnete Jim Carrey seinen Film "Kick Ass 2". Im Angesicht des damals gerade passierten Amoklaufs an der Sandy Hook Elementary School in den USA wollte sich der Schauspieler von seiner Arbeit distanzieren. Regisseur Jeff Wadlow zeigte sich über diese Aussage irritiert, Carrey habe im Vorfeld schließlich das Drehbuch gekannt und war über die Gewaltdarstellungen informiert.
Cher spielte eine der Hauptrollen im Musik-Film "Burlesque" aus dem Jahr 2010. Ihr Resümee: "Es war kein guter Film. Er hat ein paar gute Momente, aber selbst meine eigene Darstellung hat mir nicht besonders gut gefallen."
Gleich zwei Goldene Himbeeren sahnte "Catwoman" im Jahr 2004 ab und reiht sich in die Reihe der schlechtesten Filme ein. Auch Hauptdarstellerin Halle Berry ist mit dem Stück nicht zufrieden, taucht allerdings bei der Preisverleihung auf und nimmt die Niederlage mit großartigem Humor: "Zuallererst möchte ich mich bei Warner Brothers bedanken. Danke, dass ihr mich in ein gottverdammtes Stück Schei*e von einem Film gesteckt habt! Das war genau das, was meine Karriere gebraucht hat."