"Der Dude" wird 70: Die kultigsten Rollen von Jeff Bridges

Darauf einen White Russian! In seiner Rolle als kiffender Bademantel-Philosoph wird Jeff Bridges zur Kultfigur einer ganzen Generation. Man würde diesem großartigen Schauspieler allerdings nicht gerecht werden, würde man ihn nur auf "The Big Lebowski" reduzieren. Zu seinem 70. Geburtstag am 4. Dezember werfen wir einen Blick zurück auf seine kultigsten Rollen. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Bereits im zarten Alter von vier Monaten ist der am 4. Dezember 1949 in Los Angeles geborene Jeff Bridges an der Seite seiner Mutter in einem Film zu sehen. Der Durchbruch kommt 1971 mit "Die letzte Vorstellung" (Bild). Für seine Rolle des Highschool-Footballspielers Duane Jackson wird der damals 22-Jährige für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert.
1974 ist Bridges in "Die Letzten beißen die Hunde" an der Seite von Clint Eastwood (l.) zu sehen. Darin spielt er Lightfoot, einen Herumtreiber, der dem Veteranen Thunderbolt (Eastwood) mit seinem jugendlichen Überschwang die Welt von einer ganz neuen Seite zeigt. Die beiden ungleichen Männer entwickeln schnell eine Freundschaft zueinander.
Im futuristischen Disney-Film "Tron" von 1982 mimt Jeff Bridges den Programmierer Kevin Flynn, der in einen Computer gesaugt wird. Fortan entwickelt die digitale Welt ein Eigenleben, dem sich Flynn entgegenstellt.
Noch heute blicken Fans wegen der damals innovativen Computereffekte gern auf den Kultfilm zurück, der 2010 mit "Tron: Legacy" eine späte Fortsetzung erfuhr – selbstverständlich wieder mit Jeff Bridges.
Im John-Carpenter-Streifen "Starman" (1985) spielt Bridges an der Seite von Karen Allen (Bild) einen Außerirdischen, der einer Einladung der Raumkapsel "Voyager 2" auf die Erde folgt. Für seine außerirdische Leistung heimst der Schauspieler eine weitere Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller ein.
An der Seite von seinem älteren Bruder Beau (l.) und Michelle Pfeiffer stellt Jeff Bridges als Barpianist in "Die fabelhaften Baker Boys" (1989) sein musikalisches Talent unter Beweis.
Über Jahrzehnte hinweg stellt Jeff Bridges immer wieder seine schauspielerische Vielseitigkeit unter Beweis. Unter anderem glänzt er in gesellschaftskritischen Dramen wie "American Heart" (1992) oder "Fearless – Jenseits der Angst" (1993, Bild).
Dann folgt die Kultrolle schlechthin: Als kiffender "Dude" im Bademantel schlurft Bridges 1998 durch "The Big Lebowski" und von einem White Russian zum nächsten. Ab und an bewegt er sich mal in Richtung Bowlingbahn.
Auch vor actiongeladenen Superheldenfilmen schreckt der Hollywood-Star nicht zurück. So steht er beispielsweise 2008 zusammen mit Robert Downey Jr. (l.) für "Iron Man" vor der Kamera. Darin mimt er den Wissenschaftler und Schurken Obadiah Stane alias Iron Monger.
2010 ist Bridges, selbst passionierter Musiker, in dem Drama "Crazy Heart" als abgestürzter Country-Star zu sehen. Seine Darbietung – sowohl schauspielerisch als auch musikalisch – kommt bei Publikum und Kritikern gleichermaßen gut an.
Und so kommt es, dass Jeff Bridges für "Crazy Heart" 2010 endlich den längst überfälligen Oscar (als bester Hauptdarsteller) entgegennehmen kann , überreicht von Schauspielkollegin Kate Winslet.
Schon für "The Big Lebowski" arbeitet Bridges mit den Coen-Brüdern zusammen, bei "True Grit" (2010) macht er mit Ethan und Joel erneut gemeinsame Sache. In dem Spätwestern tritt er mit der Rolle des Reuben "Rooster" Cogburn in die Fußstapfen von niemand Geringerem als John Wayne - der Westernheld hatte die Rolle in der ersten Verfilmung des Stoffes im Jahr 1969 verkörpert.
In dem Neo-Western "Hell or High Water" aus dem Jahr 2016 wollen zwei Brüder mit Banküberfällen verhindern, dass die Familienfarm verloren geht. Doch einer steht ihnen im Weg: Ranger Marcus Hamilton, verkörpert von Jeff Bridges, der dafür seine insgesamt siebte Oscar-Nominierung bekommt.