Disney: Das steckt hinter dem gigantischen Mäusekonzern

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Disney – ein Name, der vor allem glückliche Kindheitserinnerungen an grandiose Zeichentrickfilme weckt. Mittlerweile hat sich der Konzern durch Übernahmen, Deals und Einkäufe zu einem Imperium entwickelt, das aus dem Film- und Vergnügungsgeschäft nicht mehr wegzudenken ist. Das steckt hinter dem großen Player der Unterhaltungsindustrie. © spot on news

Vom Familienunternehmen zum riesigen Konzern: Die Brüder Roy (2.v.l.) und Walt Disney (2.v.r..) gründeten 1923 das "Disney Brothers Cartoon Studio". 1929 wurde die Firma in "Walt Disney Productions, Ltd." umbenannt.
Zuerst schufen die beiden Brüder Zeichentrickfilme. "Mickey Mouse", eine der ersten Figuren, erreichte große Bekanntheit durch den Film "Steamboat Willie", der 1928 uraufgeführt wurde. Ein paar Jahre später kam dann "Goofy" hinzu und schließlich ...
...Donald Duck! Zunächst spielte die Ente nur eine kleine Rolle neben Mickey Mouse, dann bekam Donald Duck aber seine eigene Reihe, in der dann auch Charaktere wie Dagobert Duck entstanden sind.
Die Kinderfilme, die Disney produzierte, erfreuten sich großer Beliebtheit. Dennoch stand das Unternehmen 1950 vor dem finanziellen Ruin. Durch die Verfilmung des Märchens "Aschenputtel" (im Englischen "Cinderella") bekamen die Brüder die Kurve.
Ein paar Jahre später gründeten die Walt Disney Productions dann die Buena Vista Distribution Company, Inc., um ihre Filme zu vermarkten. 1955 eröffnete das erste Disneyland in Anaheim/USA. Das bekam Gründer Walt Disney noch mit, ein Jahr später verstarb er. Fünf Jahre später folgte ihm sein Bruder Roy Disney.
"Das Dschungelbuch", "Dornröschen" oder "Aristocats" (Foto) brachten die Kassen weiter zum klingeln. Außerdem wurden die Walt Disney World in Orlando und das Disneyland in Tokio eröffnet.
1983 startete dann auch der Disney Channel, ein speziell für Kinder entwickelter TV-Sender, der Disney-Eigenproduktionen wie die Serie "Kim Possible" zeigt. In Deutschland feierte er 1999 im Pay-TV Premiere und ist seit 2014 im Free-TV zu empfangen.
1984 gründet Disney das Unternehmen Touchstone Pictures. Dieses produzierte unter anderem die beliebten Filme "Sister Act" (Foto.) Außerdem benannte sich Disney 1986 in The Walt Disney Company um. In den 80er-Jahren wurden außerdem weitere Disney-Parks aus dem Boden gestampft.
1993 kaufte Disney die Poduktionsfirma Miramax der Weinstein-Brüder auf und stellte ihr ein Budget von 700 Millionen US-Dollar zur Verfügung. In den Folgejahren entstanden erfolgreiche Filme wie "Scream" (Foto) und "Scary Movie". Die Weinstein-Brüder verließen Miramax 2005.
1991 schloss Disney mir Pixar Animation einen Vertrag ab. Der erste gemeinsame Film "Toy Story" (1995) war ein voller Erfolg: Er spielte 360 Millionen US-Dollar weltweit ein. Im Laufe der Zusammenarbeit entstanden weitere Hits, wie "Die Monster AG" und "Findet Nemo". 2004 wurde der Vertrag beendet, aber nur zwei Jahre später kaufte Disney Pixar auf.
Mit dem Aufkommen von Animationstechnik konnten die Zeichentrick-Filme nicht mehr mithalten: 2002 floppte "Der Schatzplanet". Disney zog Konsequenzen und verabschiedete sich 2003 komplett von der Abteilung.
2009 folgte dann Disneys bisher wohl größter Coup: Für schlappe vier Milliarden Dollar kaufte das Unternehmen Marvel Entertainment auf, die ein Jahr zuvor mit "Iron Man" und "Der Unglaubliche Hulk" das Marvel Cinematic Universe (MCU) in die Wege leiteten.
Das MCU brachte Disney große Erfolge ein: "The Avengers: Endgame" von 2019 ist der bislang erfolgreichste Film. Disney plant bereits weitere Superhelden-Filme, unter anderem "Black Widow" und "Thor 4: Love and Thunder".
Fast alle Superhelden gehören mittlerweile Disney, nur er nicht: Spider-Man. Die Rechte an ihm hatte Disney nicht von Sony Pictures erworben, weshalb es Streitigkeiten im Superhelden-Universum gab. Mittlerweile haben sich Disneys Marvel und Sony geeinigt und Spider-Man soll bald einen Auftritt im MCU bekommen.
Einen lohnenswerten Deal schloss Disney auch mit der Übernahme von Lucasfilm ab. Der Deal mit "Star Wars"-Schöpfer George Lucas (Foto) ging im Jahr 2012 über die Bühne und kostete Disney ebenfalls vier Milliarden Dollar.
Unter der Führung von Disney ist anschließend diese Sequel-Trilogie entstanden: "Das Erwachen der Macht" wurde 2015, "Die letzten Jedi" (Foto) 2017 veröffentlicht. "Der Aufstieg Skywalkers" von J.J. Abrams erscheint am 18. Dezember 2019 in den deutschen Kinos.
Und Disney plant bereits eine neue Trilogie. Welchen Erzählstrang sie aus dem "Star Wars"-Universum erzählen wird, ist noch unklar. Der erste "Star Wars"-Film kommt laut Disney am 16. Dezember 2022, der zweite am 20. Dezember 2024 und der dritte am 18. Dezember 2026.
Auch die neue Serie "Star Wars: The Mandalorian" gehört neuerdings zum "Star Wars"-Universum. In Deutschland wird die Serie mit Pedro Pascal in der Hauptrolle mit dem hiesigen Start des Streaming-Dienstes Disney+ ab 31. März 2020 verfügbar sein.
Erst kürzlich zog Disney den nächsten großen Deal an Land. Das Medienunternehmen kaufte große Anteile an 21st Century Fox. Damit gehören Disney nun auch die Rechte an "X-Men" oder "Avatar". Der Kassenschlager "Avatar" soll sogar mehrere Fortsetzungen bekommen. Und durch den Kauf wird bei Disney+ auch diese berühmte Familie zu sehen sein...
Die Simpsons! Schließlich gehören die auch zu 21th Century Fox. Disney plant bereits zahlreiche neue Kinofilme, vor allem Neuverfilumgen der Klassiker, und jede Menge Film- und Serienangebote aus eigener Feder für Disney+.