Von "Schöne Bescherung" bis "Der Grinch": Das sind die besten Weihnachtsfilme

Weihnachtsfilme gibt es viele. Aber nur wenige davon kann man sich wirklich jedes Jahr erneut anschauen. Die folgenden Filme bilden da eine Ausnahme.

Da wird plötzliche eine Katze gegrillt, die Polizei stattet den Griswalds einen unschönen Besuch ab und eine Klärgrube fliegt in die Luft: "Schöne Bescherung" ist Slapstick auf höchstem Niveau und zählt zu den amüsantesten Filmen, bei denen Chevy Chase jemals mitgewirkt hat.
"Kevin - Allein zu Haus" (1991): Die Familie McCallister plant einen Weihnachtsurlaub in Paris. Dummerweise lassen sie dabei versehentlich ihren achtjährigen Sohn Kevin (Macaulay Culkin) alleine zurück. Während seine Eltern alle Hebel in Bewegung setzen, um wieder nach Hause zu Kevin zu kommen, genießt der seine Zeit alleine.
Doch Kevins drohender Langeweile im Haus weicht bald einem Guerilla-Krieg mit zwei Ganoven, die versuchen in das Haus der Familie einzubrechen. Der Film wurde zum Welthit und machte "Kevin"-Darsteller Macaulay Culkin zu einem der berühmtesten Kinderstars seiner Generationen.
"Der Grinch" (2000): Weil der grünliche Grinch (Jim Carry) Weihnachten nicht ausstehen kann, will er das Fest um jeden Preis verhindern. Als Weihnachtsmann verkleidet begibt sich der miesepetrige Weihnachtshasser auf Diebestour. Sein Ziel: Alle Geschenke der Bewohner von Whoville zu stehlen. Doch diese lassen sich ihre Weihnachtsstimmung nicht so leicht vermiesen.
Der Film basiert auf einem Buch des US-Kinderbuchautors "Dr. Seuss". Auch heute noch treibt der Grinch sein Unwesen: Erst 2018 kam eine weitere Adaption des Stoffes als Animationsfilm in die Kinos. In dem Film, der ebenfalls "Der Grinch" heißt, leiht Komiker Otto Walkes dem grünen Wesen seine Stimme.
"Der kleine Lord" (1980): Der achtjährige Cedric Errol (Ricky Schroder) lebt in ärmlichen Verhältnissen in New York. Eines Tages erfährt er, dass er der einzige Erbe seines Großvaters, dem Earl von Dorincourt (Sir Alec Guinness), ist. Deshalb muss Cedric schließlich zu dem griesgrämigen Royal in das Schloss ziehen.
Der alte Mann bringt seinem Enkel zunächst wenig Sympathie entgegen. Doch nach und nach begeistert Cedric mit seinem fröhlichen Wesen nicht nur die Belegschaft des Schlosses, sondern allmählich auch den mürrischen Earl. "Der kleine Lord" gehört in Deutschland mittlerweile ebenso zu Weihnachten, wie "Dinner for one" zu Silvester.
"Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" (1973): Aschenbrödel (Libuše Šafránková) leidet unter ihrer bösen Stiefmutter und deren Tochter Dora. Doch als Aschenbrödel drei magische Nüsse in die Hände fallen, wendet sich das Blatt des Waisenkindes. Aschenbrödel gelingt es, das Herz des Prinzen (Pavel Trávníček) zu erobern. Seit Jahren ist die deutsch-tschechische Filmproduktion fester Bestandteil des Fernsehprogramms der Weihnachtszeit. Vielen gilt das Märchen als DER Weihnachtsfilm schlechthin.
"The Nightmare Before Christmas" (1993): Jack Skellington hat genug. Das schlaksige Skelet im Nadelstreifenanzug will nicht länger der König von Halloween sein. Sein Unmut über den immer gleichen Trott in seinem Leben verfliegt allerdings, als er durch einen Zufall in die Weihnachtsstadt "Christmas Town" stolpert.
Nach dem Besuch beschließt Jack, den Weihnachtsmann kidnappen zu lassen und in diesem Jahr selbst das Weihnachtsfest auszurichten. Doch als "Nikki-Graus" sorgt das Skelett weniger für ein Fest der Liebe, als vielmehr für totales Weihnachtschaos. Der Stop-Motion-Film sprüht nur so vor kreativen Ideen und ist ein zeitloser Klassiker.
"A Christmas Carol – Die Nacht vor Weihnachten" (1999): Ebenezer Scrooge (Patrick Stewart) ist geizig, gefühlskalt und hält Weihnachten für Unfug. Das ändert sich erst, als er Besuch von drei Geistern bekommt. Die verlorenen Seelen führen Scrooge vor Augen, wo ihn sein Verhalten hinführen wird, sollte er sich nicht ändern.
"Die Geister, die ich rief…" (1988): "Ebenezer Scrooge" heißt in dieser Variante Francis Xavier Cross (Bill Murray) und ist Fernsehproduzent. Ansonsten ist die Geschichte des Films fast dieselbe wie bei "A Christmas Carol". Kein Wunder: Beide basieren auf der gleichen Erzählung von Charles Dickens. "Die Geister, die ich rief…" verlegt die Handlung allerdings in die Neuzeit und geht den Klassiker mit weitaus mehr Humor an.
"Stirb langsam" (1988): Um das Weihnachtsfest mit seiner Familie zu feiern, reist der New Yorker Polizist John McClane (Bruce Willis) an Heiligabend nach Los Angeles. Beim Besuch der Weihnachtsfeier seiner Frau stürmen bewaffnete Gangster das Bürohochhaus und nehmen alle Partygäste, bis auf McClane, als Geiseln.
Für den Polizist beginnt daraufhin ein erbitterter Kampf ums Überleben. Zugegeben: Besinnlich ist an McClanes Feldzug gegen Gangsterboss Jack (im Original Hans Gruber alias Alan Rickman) rein gar nichts. Doch wer genug von kindgerechten Weihnachtsfilmen hat und ein wenig "Yippie-Ya-Yeah" in die Feiertage bringen möchte, der kommt um "Stirb langsam" nicht herum.
"Merry Christmas" (2005): Wir schreiben Dezember 1914. Der Erste Weltkrieg tobt und ein Ende ist nicht in Sicht. Doch an der Westfront, an der sich Franzosen, Schotten und Deutsche gegenüberstehen geschieht ein echtes Weihnachtswunder. Denn anstatt sich zu bekriegen, beschließen die Parteien einen kurzfristigen Frieden, um gemeinsam Heiligabend zu verbringen.
Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten während des ersten Weltkriegs. Ein Weihnachtsfest im Schützengraben mag vielleicht nicht nach einem Film für das Fest der Liebe klingen. Aber "Merry Christmas" ist ein kleines Denkmal für die Menschlichkeit und den Frieden. Wenn das nicht die Essenz von Weihnachten einfängt, was dann?
"Ist das Leben nicht schön?" (1946): George Bailey (James Stewart) ist des Lebens überdrüssig. Ausgerechnet an Weihnachten denkt der Geschäftsmann über Suizid nach. Engel Clarence (Henry Travers), der sich seine Flügel erst noch verdienen muss, will das verhindern. Um Georges Lebensgeister neu zu entfachen, führt ihm der Engel vor, wie viele Leben er in der Vergangenheit positiv beeinflusst hat.
An ein paar Stellen kommt "Ist das Leben nicht schön" etwas kitschig daher. Wirklich schlimm ist das aber nicht. Wie der Name des Films schon vermuten lässt, ist er vor allem eine Ode an das Leben und das Gute im Menschen. Und wann, wenn nicht an Weihnachten, sollte eine Prise Kitsch erlaubt sein?