• Nach dem tödlichen Unfall am Set des Films "Rust" läuft derzeit die polizeiliche Untersuchung.
  • Nun wurde bekannt, dass er sich wohl während einer Probe ereignet haben soll.
  • Schauspieler Alec Baldwin soll vor dem Unglück "sehr vorsichtig" im Umgang mit Requisitenwaffen gewesen sein.

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Die Untersuchung der Polizei nach einem tragischen Vorfall am Set des Westerns "Rust" läuft noch. Unterlagen, die die Dienststelle dem Gericht übermittelt hat und die unter anderem dem US-Magazin "People" vorliegen, zeichnen aber ein Bild davon, was geschehen sein könnte.

Die Tragödie hat sich demnach während der Proben ereignet, als Schauspieler Alec Baldwin übte, die Requisitenwaffe zu ziehen. Dabei soll der Schuss gefallen sein, der die 42-jährige Kamerafrau Halyna Hutchins tödlich verletzte.

Ursprüngliche Kamera-Crew hatte gekündigt

Sowohl Regisseur Joel Souza, der bei dem Vorfall ebenfalls verletzt wurde, als auch ein weiterer Kameramann hatten laut dem Bericht zuvor erklärt, dass die ursprüngliche Kamera-Crew gekündigt hatte. Dies habe zu Verschiebungen im Produktionsablauf geführt, weil neue Mitarbeiter gesucht werden mussten.

Souza habe der Polizei erklärt, dass alle Waffen am Set von der zuständigen Waffenmeisterin und dann von einem Regieassistenten überprüft worden sein müssten, der diese dann an Baldwin weitergab. Der Regieassistent habe dabei erklärt, dass es sich um eine "kalte Waffe" handle, um zu verdeutlichen, dass sich keine scharfe Munition darin befindet. Ob die Waffe nach der Mittagspause erneut kontrolliert wurde, konnte Souza nicht sagen.

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Schuss klang laut Regisseur "wie eine Peitsche"

Baldwin saß demnach gerade auf einer Bank in einer Kirche am Set und übte die Waffe zu ziehen, als sich der Vorfall ereignet haben soll. Er habe dabei direkt auf die Kamera gezielt. Souza gibt an, hinter Hutchins gestanden zu haben, als er plötzlich etwas gehört habe das "wie eine Peitsche und dann wie ein lauter Knall" geklungen habe.

Hutchins habe über Schmerzen im Bauch geklagt und sei nach hinten gestolpert. Dann habe er bemerkt, dass er selbst an der Schulter blutete. Der Vorfall sei demnach nicht gefilmt worden, weil gerade die Kamera für die Szene ausgerichtet worden sei.

Der Kameramann erklärte zudem, dass Baldwin am Set zuvor "sehr vorsichtig" im Umgang mit Requisitenwaffen gewesen sein soll. Vor dem Dreh einer anderen Szene soll sich der Schauspieler unter anderem vergewissert haben, dass keine Kinder in der Nähe waren. Am Mittwoch möchte die Polizei sich in einer Pressekonferenz zu der Untersuchung äußern.

Schockierter Alec Baldwin meldete sich via Twitter zu Wort

Baldwin hat sich zu der Tragödie kürzlich geäußert und bei Twitter unter anderem erklärt: "Es gibt keine Worte, um meinen Schock und meine Trauer über den tragischen Unfall auszudrücken, bei dem Halyna Hutchins, eine Ehefrau, Mutter und von uns sehr geschätzte Kollegin, ums Leben kam."

Er kooperiere mit der Polizei, um die Untersuchung voranzutreiben. Außerdem stehe er mit dem Ehemann der Verstorbenen in Kontakt und biete seine Unterstützung an.

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Filmschaffende erheben bei Mahnwache für erschossene Kamerafrau Vorwürfe

Bei einer Mahnwache für die versehentlich bei einem Dreh erschossene Kamerafrau Halyna Hutchins haben Filmschaffende Vorwürfe erhoben, am Set sei an der Sicherheit gespart worden. Hutchins war versehentlich von Schauspieler Alec Baldwin getötet worden. © ProSiebenSat.1
Teaserbild: © imago images/ZUMA Wire/Roberto E. Rosales