Brad Pitt wird 55: Das sind seine besten Filmrollen

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Von "Interview mit einem Vampir" über "Fight Club" bis "Babel": Brad Pitt hat sich in seiner Laufbahn immer wieder neu erfunden und selbst übertroffen. © spot on news

"Interview mit einem Vampir" aus dem Jahr 1994 war für Brad Pitt der große Durchbruch. In dem Horrordrama brillierte er an der Seite von Tom Cruise als Vampir Louis de Pointe du Lac. Die damals erst 11-jährige Kirsten Dunst hatte ihren ersten Filmkuss mit dem 19 Jahre älteren Pitt. Wie sie in einem Interview verriet, fand sie den Kuss aber "ekelhaft".
Um ja nicht zum Teenie-Idol zu werden, nahm Brad Pitt auch härtere Rollen an. In "Sieben" hat er es als Polizist an der Seite von Morgan Freeman und Gwyneth Paltrow mit dem Bösewicht John Doe (Kevin Spacey) zu tun. Der Psychothriller von 1995 gilt bis heute als einer der besten Filme von Regisseur David Fincher.
Eine Oscar-Nominierung erhielt Brad Pitt für "12 Monkeys" (1995) von Terry Gilliam. Die Rolle des psychisch gestörten Jeffrey Goines etablierte ihn als Charakterdarsteller.
In Guy Ritchies Komödie "Snatch - Schweine und Diamanten" sorgte Pitt 2000 für Aufsehen. Er spielte den Boxer Mickey, der in einem nur sehr schwer verständlichen Gypsy-Akzent spricht. Nur mit Mühe konnte man einzelne Wörter verstehen.
Blockbuster mit Starbesetzung: In der Gangsterkomödie "Ocean's Eleven" spielte Pitt 2001 unter der Regie von Steven Soderbergh und neben George Clooney, Matt Damon, Andy Garcia und Julia Roberts. Hier waren sich Kritiker und Zuschauer mal einig: Der Film wurde ein Riesenerfolg.
In "Troja" von Wolfgang Petersen spielte Brad Pitt 2004 den Halbgott Achilles und stieg damit vom offiziell schon lange "Sexiest Man Alive" zum "Schönsten Krieger aller Zeiten" (BZ) auf. Mit rund 200 Millionen Dollar war es der teuerste Film seit "Titanic".
"Mr. und Mrs. Smith" aus dem Jahr 2005 ist wohl der Film, der Brad Pitt die meisten Schlagzeilen einbrachte. Das lag aber nicht an der Action-Liebeskomödie selbst, sondern an Filmpartnerin Angelina Jolie. Seit 1998 war Pitt mit Jennifer Aniston liiert, die beiden galten als das Traumpaar Hollywoods. Als Brad Pitt sich am Set zu "Mr. und Mrs. Smith" in Angelina Jolie verliebte und die Scheidung einreichte, war das eine große Überraschung. Elf Jahre waren die Hollywoodstars ein Paar, 2016 reichte Jolie die Scheidung ein.
In "Babel" (2006) spielte Pitt mit Cate Blanchett ein gefrustetes Ehepaar, das unter schlimmen Bedingungen wieder zueinander findet. Für den Film verzichtete Brad Pitt auf eine Rolle in "Departed" von Martin Scorsese. Es hat sich gelohnt: Unter der Regie von Alejandro Gonzalez Inarritu legte er - mal wieder - die "Beste Rolle seiner Karriere" ("Spiegel") hin. "Babel" erhielt sieben Oscarnominierungen und konnte einen Goldjungen erringen.
Brad Pitt spielt in dem dreistündigen Epos "Der seltsame Fall des Benjamin Button" die Hauptrolle an der Seite von Cate Blanchett und heimste für seine Darstellung eine Oscar- und eine Golden-Globe-Nominierung als bester Hauptdarsteller ein. Insgesamt wurde der Film stolze 13-mal für den Oscar nominiert und kann drei der begehrten Trophäen abräumen.
2009 wurde Brad Pitt eine besondere Ehre zuteil: Quentin Tarantino engagierte ihn für seinen Kriegsfilm "Inglourious Basterds". An der Seite von Christoph Waltz und Michael Fassbender spielte Pitt Lieutenant Aldo Raine, der eine jüdisch-amerikanische Partisanentruppe leitet. Der Film spielte weltweit über 300 Millionen US-Dollar ein.
In "Die Kunst zu gewinnen – Moneyball" (2012) mimt Brad Pitt den ehemaligen Baseballspieler Billy Beane, der als Manager ein mittelmäßiges Baseball-Team zum Erfolg führen möchte. Der Film von Bennett Miller zählt zu einem der besten Sportfilme überhaupt, auch Pitts Leistung wurde gelobt - wieder einmal wurde er für den Oscar nominiert.