Zum 80. Geburtstag: Das tragische Leben von Romy Schneider

Ihre Rolle als "Sissi" machte Romy Schneider zu einer Ikone des Films. Doch in der Realität meinte das Leben es nicht immer gut mit der Schauspielerin. Am 23. September wäre sie 80 Jahre alt geworden. In unserer Bildergalerie blicken wir zurück auf das tragische Leben von Romy Schneider.

Ihre Rolle als "Sissi" machte sie zu einer Filmikone. In der Realität kämpfte Romy Schneider lange gegen ihr Image als mädchenhafte Kaiserin. Auch tragische Schicksalsschläge musste sie erleiden.
Romy Schneider erblickt am 23. September 1938 in Wien (Österreich) das Licht der Welt.
Sowohl ihr Vater Wolf Albach-Retty (rechts), als auch ihre Mutter Magda Schneider (links) waren von Beruf Schauspieler.
Zum ersten Mal vor der Kamera steht sie mit 15 Jahren. Im Heimatfilm "Wenn der weiße Flieder wieder blüht" verkörpert sie "Evchen Foster". Ihre Mutter, welche die weibliche Hauptrolle in dem Film spielt, hatte sie dafür vorgeschlagen.
Zwei weitere Filme folgen, bevor sie 1955 erstmals die Rolle der österreichischen Kaiserin Elisabeth spielt.
Bis 1957 schlüpft sie noch zweimal in die Rolle der jungen Adligen. Ihre Darstellung als "Sissi" macht Schneider weltberühmt und prägt ihr Image maßgeblich.
Für Schneider wird die Rolle der "Sissi" später zur Last. Immer wieder betont sie, mit der jungen Kaiserin nichts gemein zu haben und ist bemüht sich von der Figur zu emanzipieren.
Bei den Dreharbeiten zu "Christine" 1958 lernt Schneider Alain Delon kennen. Die beiden werden ein Paar. Später verloben sie sich. Schneider folgt Delon Ende der 50 Jahre nach Frankreich.
Dort brilliert sie zunehmend als Charakterdarstellerin und dreht mit bedeutenden Regisseuren. Die französische Presse feierte sie bald als "Grande Dame" des französischen Kinos. Entgegen ihres "Sissi"-Images spielt Schneider im Laufe der Jahre des Öfteren düstere und provokante Rollen.
Nach fünf Jahren Beziehung verlässt Delon Schneider 1964. Für die Schauspielerin ist die Trennung ein besonders schwerer Schlag. Kurze Zeit später begeht sie sogar einen Suizidversuch.
1966 heiratet sie Regisseur und Schauspieler Harry Meyen. Noch im selben Jahr bringt sie ihr erstes Kind zur Welt. Schneiders Sohn David Christopher wird am 03. Dezember geboren.
Doch auch die Ehe mit Meyen ist nicht von Dauer. 1973 trennt sich das Paar.
1975 heiratet sie erneut. Ihr neuer Mann ist ihr elf Jahre jüngerer Privatsekretär Daniel Biasini. Im Jahr 1977 kommt die gemeinsame Tochter Sarah Magdalena zur Welt.
1979 erhängt sich Schneiders Ex-Mann Meyen. Für die Schauspielerin ein schwerer Schicksalsschlag. In ihrer Schneider-Autobiografie "Ich, Romy: Tagebuch eines Lebens", beschreibt Autorin Renate Seydel, dass sich die Schauspielerin vorwarf, sich nicht genug um Meyen gekümmert zu haben.
Über Jahre hinweg kämpft Romy Schneider zudem mit Suchtproblemen. Ihr Alkohol- und Medikamentenmissbrauch gilt als offenes Geheimnis und sorgt immer wieder für Schlagzeilen.
Die Ereignisse in ihrem Leben gehen nicht spurlos an der Schauspielerin vorbei. In einem Interview mit dem Stern im Frühjahr 1981 beschreibt sie sich mit den Worten: "Ich bin eine unglückliche Frau von 42 Jahren und heiße Romy Schneider". Knapp einen Monat vor dem Interview war ihre dritte Ehe geschieden worden.
Nur wenig später ereilt Schneider die größte Tragödie ihres Lebens. Am 05. Juli 1981 stirbt ihr Sohn David Christopher mit nur 14 Jahren. Er hatte sich tödlich an der Metallspitze eines Zaunes verletzt, als er versuchte darüber zu klettern.
Den Tod ihres Sohnes überwindet Schneider nie. Nach dem tragischen Unfall dreht sie noch einen Film. "Die Spaziergängerin von Sans-Souci" kommt im April 1982 in die französischen Kinos.
Schneider stirbt knapp einen Monat später. Ihr damaliger Lebensgefährte Laurent Petin findet sie am Morgen des 29. Mai 1982 leblos in ihrer Pariser Wohnung. Als Todesursache wird später ein Herzstillstand festgestellt. Romy Schneider wurde nur 43 Jahre alt.