Zum 160. Geburtstag von Arthur Conan Doyle: Das sind die besten "Sherlock Holmes"-Darsteller

Er lebt in der Baker Street 221B in London, hat eine messerscharfe Kombinationsgabe und ist eine der bekanntesten Figuren in der Kriminalliteratur: Sherlock Holmes löst als exzentrischer Detektiv in 56 Kurzgeschichten, vier Romanen und mehr als 250 Verfilmungen auch den verzwicktesten Fall. Zum 160. Geburtstag seines geistigen Vaters, Arthur Conan Doyle, am 22. Mai werfen wir einen Blick auf die besten Holmes-Darsteller der Filmgeschichte. © spot on news

Ellie Norwood (M.) bringt es zwischen 1921 und 1923 auf 47 Kurz- und Langfilme, in denen er den Meisterdetektiv Sherlock Holmes mimt - und keinen einzigen Ton von sich gibt, sind es doch alles Stummfilme.
Für viele Fans ist er der einzig wahre Sherlock Holmes: Basil Rathbone kombiniert sich 1939 in "Der Hund von Baskerville" mit Pfeife und ikonischem Deerstalker zur Lösung des Falls. Der Film kommt so gut an, dass noch im selben Jahr "Die Abenteuer des Sherlock Holmes" produziert wird – erneut mit Basil Rathbone als Holmes und Nigel Bruce als Dr. Watson.
Von Dracula bis Saruman: Christopher Lee (l.) kann sie, die Bösewichte. Doch er kann auch anders. 1962 spielt er die Rolle des großen Detektivs in "Sherlock Holmes und das Halsband des Todes". Acht Jahre später gibt er in Billy Wilders Episoden-Film "Das Privatleben des Sherlock Holmes" auch noch den Mycroft Holmes, seines Zeichens Bruder von Sherlock.
Noch ein Christopher versuchte sich an Sherlock – und das äußerst erfolgreich. Zweimal wird der Kanadier Christopher Plummer (r.) zum Briten: 1977 in der kanadischen Fernsehproduktion "Silver Blaze" und 1979 in dem Kinofilm "Mord an der Themse". Hier gibt er einen ungewohnt emotionalen Holmes. Fast wäre es aber nicht dazu gekommen, denn ...
... ursprünglich waren Peter O’Toole (r.) und Laurence Olivier als Sherlock Holmes und Dr. Watson vorgesehen. Die beiden waren aber bei früheren gemeinsamen Projekten nicht gut miteinander ausgekommen und nicht bereit, bestehende Differenzen für diesen Film beizulegen.
Nicol Williamsons (r.) Darstellung des Meisterdetektivs ist anders als alle vorangegangenen: Sein Sherlock Holmes wirkt hektisch, nervös, nicht bei der Sache. Grund dafür ist seine Kokainsucht in "Kein Koks für Sherlock Holmes" (1976).
Unvergessen bleibt auch Jeremy Brett als Sherlock Holmes. Kritiker und Publikum feiern die gleichnamige Serie, die es von 1984 bis 1994 auf stolze sechs Staffeln und fünf zusätzliche Langfilme bringt. Doch auch hier wäre es beinahe nicht dazu gekommen: Als man Brett anfragt, zeigt dieser zwar Interesse, doch fürchtet er, die Rolle später nicht mehr loszuwerden. Zum Glück entscheidet er sich anders.
Robert Downey jr. katapultiert den Meisterdetektiv mit einem lauten Knall ins 21. Jahrhundert. Im ersten von zwei actiongeladenen Teilen erobert er als verschrobener Exzentriker 2009 die Kinoleinwände und wird dafür bei den Golden Globes 2010 in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller in einer Komödie oder einem Musical" ausgezeichnet.
Sie sind das BBC-Dream-Team, was schräge Kriminalfälle angeht: Benedict Cumberbatch (r.) macht es als Sherlock Holmes seinem Partner, dem Militärarzt Dr. Watson (Martin Freeman), in vier Staffeln von 2010 bis 2017 alles andere als leicht.
Ob im Kampf gegen Nemesis Jim Moriaty (Andrew Scott) oder im Liebeswirrwarr mit Irene Adler - Cumberbatch überzeugt als Sherlock mit ungewöhnlichem Humor und gewohnt scharfer Kombinationsgabe.
Ian McKellen verkörpert in "Mr. Holmes" (2015) den mittlerweile 93-jährigen Meisterdetektiv, der sich bereits lange aus dem alltäglichen Geschäft zurückgezogen hat und abgeschieden in seinem Landhaus lebt. Doch so richtig will das mit dem Ruhestand nicht funktionieren ...