• Über die Zukunft von Virtual Reality scheiden sich die Geister.
  • Google glaubt offenbar nicht mehr an die virtuelle Realität und gibt alle VR-Produkte auf.
  • Sony geht den gegenteiligen Weg: Immer mehr VR-Spiele sind auf dem Weg, die neue Brille für die PS5 ist in Arbeit.

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Google zieht sich offenbar mehr und mehr zurück aus dem Thema Gaming. Der Spieledienst Stadia bleibt zwar erhalten, doch konzentriert man sich auf das Kerngeschäft, während eigenen Spielentwicklungen der Hahn abgedreht wurde. Nun geht das Unternehmen einen weiteren radikalen Schritt: Google verabschiedet sich komplett von der einstmals als Zukunft des Gaming gefeierten Idee der virtuellen Realität.

Nachdem bereits 2019 das firmeneigene VR-Headset Daydream aus dem Sortiment flog, folgt nun auch die Low-Budget-Alternative Google Cardboard. Die 2014 vorgestellte VR-Brille aus Pappkarton und zwei Kunststofflinsen erlaubte für 20 Euro den günstigsten möglichen Einstieg in die totale Immersion.

Die simpelste VR-Lösung war bislang Googles "Cardboard".

Ab sofort werde die Google Cardboard nicht mehr über den Google Store angeboten, hieß es offiziell in knappen Worten zu dieser Entscheidung. An Augmented Reality dagegen, also die Mischung aus realer Umgebung und virtuellen Inhalten, glaubt das Unternehmen weiterhin, wie Google Lens und die AR-Integration bei Google Maps zeigen.

Neue Spiele, neue Brille: Sony setzt weiter auf die VR-Technik

Eine komplett gegenteilige Einstellung zur Zukunftssicherheit von Virtual Reality hat offenbar Sony - und das, obwohl der große Traum von der totalen Immersion bis heute nicht in Erfüllung ging und die PlayStation-VR-Brille zwar erfolgreich, doch alles andere als ein echter Kassenschlager war.

Umso überraschender war deshalb für viele die Ankündigung eines neuen Headsets für die PS5, das deutlich leistungsstärker und kabelärmer ausfallen soll. Obendrein stellte Sony jüngst sechs neue Spiele für die aktuelle PSVR-Brille an. Diese ist eigentlich für die PS4 konzipiert, lässt sich aber per Adapter auch mit der neuen Konsolengeneration betreiben.

Die BFG als BFF: Den Horror von "Doom 3" darf man ab Ende März auch mit der PSVR-Brille erleben.

Mit der "Doom 3"-VR-Edition ist ein Shooter-Klassiker vertreten, der bereits Ende März erscheinen soll. Ebenfalls noch in diesem Jahr soll "Song in the Smoke" erscheinen, welches das Survival-Erlebnis hautnah erleben lässt. "Fracked" wiederum ist ein ungewöhnlicher Action-Shooter, da man sich teils auf Skiern bewegt, Wände erklimmt und Klippen hinab springt. Der Titel soll die technischen Vorzüge der PS5 nutzen.

"I Expect You To Die 2" ist eine augenzwinkernde Hommage an klassische James-Bond-Filme. "Zenith" dagegen ist ein japanisches MMORPG. Das Entwicklerteam von "Arizona Sunshine" legt nach mit dem kooperativen Egoshooter "After The Fall", der erneut Zombies als Gegner einsetzt.

Der Grund für diesen großen Spielenachschub ist offensichtlich, dass Sony ein Zeichen setzen will: VR ist nicht tot, im Gegenteil: Spätestens auf der leistungsstarken PS5 soll der große Durchbruch erfolgen. Die sechs angekündigten Games sollen dafür Sorgen, dass das Interesse an dem Thema Virtual Reality bis zum Release der Next-Gen-Datenbrille quicklebendig bleibt.

(tsch)  © 1&1 Mail & Media/teleschau