Seit Freitag sind die finalen beiden Folgen der vierten Staffel von "Stranger Things" bei Netflix abrufbar. Den Serienmachern gelingt es dabei, auf das ohnehin hohe Niveau der vierten Staffel noch eins draufzusetzen. Trotz fast vier Stunden Laufzeit hat der Kampf gegen den fiesen Schurken Vecna keine Längen. Achtung: Der Text enthält Spoiler für den ersten Teil der vierten Staffel von "Stranger Things"

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Eine Kritik
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Etwas mehr als ein Monat ist vergangen, seit die vierte Staffel von "Stranger Things" mit sieben Folgen auf Netflix gestartet ist. Seit Freitagvormittag sind nun endlich auch die beiden letzten Folgen abrufbar. Und so viel kann direkt verraten werden: Das Warten auf den zweiten Teil der vierten Staffel hat sich absolut gelohnt, das Wochenende dürfte für Fans des Streamings-Hits gerettet sein.

Die siebte Folge endete im Hawkins Lab, wo sich Elf (Millie Bobby Brown) ein Duell mit Vecna/Eins (Jamie Campbell Bower) lieferte, während Nancy Wheeler (Natalia Dyer) von dem fiesen Schurken besessen war. Die achte Folge schließt nun direkt daran an. "Wenn Eins tötet, tötet er nicht einfach nur. Er saugt alles aus. Er nimmt seinen Opfern alles. Alles, was sie waren und alles, was sie jemals sein werden", warnt der Labor-Leiter Dr. Martin Brenner: "Wenn du Eins aufhalten willst, musst du mehr tun als gehen. Du musst mehr tun als laufen. Du musst fliegen."

"Stranger Things" gelingt im Staffelfinale noch mal eine Steigerung

Und auch die Serie tut im Staffelfinale noch mal mehr und schwingt sich, um im Bild zu bleiben, zu neuen Höhen auf. Schon der erste Teil der vierten Staffel war stark, doch die beiden finalen Episoden sind eine weitere Steigerung. Alleine die Laufzeit sprengt das Serienformat. Die achte Episode dauert 85 Minuten, die abschließende neunte Episode sogar zweieinhalb Stunden. Mit insgesamt fast vier Stunden Laufzeit hätte das Staffelfinale also auch gut und gerne eine eigene Mini-Serie hergegeben.

Längen gibt es trotz der langen Spieldauer nicht. Die Story springt zwischen den verschiedenen Handlungssträngen schnell hin und her, verbindet Kontinente und Parallelwelten. Will Byers (Noah Schnapp), Mike Wheeler (Finn Wolfhard), Jonathan Byers (Charlie Heaton) und Argyle (Eduardo Franco) sind nach wie vor auf der Suche nach Elf, während Joyce Byers (Winona Ryder) und Jim Hopper (David Harbour) immer noch versuchen, aus der Sowjetunion zu entkommen.

Währenddessen bereitet sich in Hawkins die Gruppe um Lucas Sinclair (Caleb McLaughlin), Max Mayfield (Sadie Sink) und Dustin Henderson (Gaten Matarazzo) auf die unvermeidliche Konfrontation mit Vecna vor. Mit Blick auf den Showdown nähern sich die einzelnen Handlungsstränge immer mehr an, dabei gelingt es den Duffer Brothers, den Schöpfern des Netflix-Aushängeschilds, einmal mehr, die besondere Magie von "Stranger Things" zu beschwören.

Die finalen Episoden hätten auch das Zeug zum Kino-Blockbuster gehabt

Grusel, Action, Comedy und ein bisschen Romantik vermischen sich mit der nostalgischen Atmosphäre der 1980er Jahre zum bekannten Erfolgsrezept, nur passiert das alles auf einem neuen Level. Aus dem Grusel ist echter Horror geworden, die Actionszenen, die Bilder und die Atmosphäre sind so atemberaubend, dass die beiden finalen Episoden auch ohne weiteres als Blockbuster im Kino hätten laufen können. Vor allem Elf, die ihre Kräfte zurückhat, lässt es dabei ordentlich krachen.

Und auch die Figuren, die im ersten Teil der vierten Staffel vielleicht etwas zu kurz kamen, werden nun wieder mehr gewürdigt. Direkt zu Beginn der achten Folge hält Will Byers eine herzergreifende Ansprache, die belegt, was für ein guter Schauspieler Noah Schnapp mittlerweile geworden ist. "Stranger Things" startete mit Kinderdarstellern, die ganze Serie ist mit ihnen erwachsen geworden.

Das Warten auf die finale fünfte Staffel beginnt

Dass die vierte Staffel von Netflix in zwei Teile geteilt wurde, erschien auf den ersten Blick nervig. Im Rückblick macht die knapp einmonatige Pause zwischen den ersten sieben Folgen und dem Staffelfinale Sinn. Durch die Atempause wurde die Dramatik sogar noch mal erhöht, das Format mit den Folgen in Spielfilmlänge funktioniert.

Die schlechte Nachricht ist allerdings, dass das Warten nun direkt wieder von vorne beginnt. Einen Starttermin für die fünfte Staffel, die die Geschehnisse in Hawkins zu Ende erzählen wird, gibt es noch nicht. Aktuell gibt es noch nicht mal ein Datum für den Start der Dreharbeiten. Sollte es den Duffer-Brüdern aber gelingen, das hohe Niveau der vierten Staffel fortzusetzen und "Stranger Things" zu einem überzeugenden Ende zu bringen, lohnt sich das Warten auf jeden Fall.

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