Sie ist kein typischer Royal: Prinzessin Eugenie wird 30

Sie ist royal, aber selbstständig - und vollkommen skandalfrei. Die jüngere Tochter von Prinz Andrew und Sarah "Fergie" Ferguson lebt so bodenständig wie kaum ein Spross des Königshauses. Nun ist sie 30 - ein Blick zurück.

Das britische Königshaus erlebt derzeit eine der schlimmsten Krisen seit Langem: Prinz Andrew steht weiter unter Missbrauchsverdacht und Harry und Meghan haben sich vom Königshaus abgeseilt. Auf ein Mitglied der Royals kann sich die Queen aber stets verlassen: auf ihre Enkelin Prinzessin Eugenie, die am 23. März 30 Jahre alt wird.
Die Tochter von Prinz Andrew und Sarah "Fergie" Ferguson ist bislang skandalfrei, bodenständig und im Hauptberuf nicht Prinzessin, sondern Kunstexpertin. Nur ihr Modegeschmack ist umstritten, vor allem für ihre ungewöhnlichen Hutkreationen erntet sie viel Spott. Mit dieser exzentrischen Leidenschaft ist sie in der britischen High Society aber nicht alleine.
Seit Oktober 2018 ist sie mit dem Geschäftsmann Jack Brooksbank verheiratet, der früher einmal Manager einer Nobeldisco war. Die beiden haben sich im Skiurlaub in der Schweiz kennengelernt. Um ein paar Ecken sind sie sogar miteinander verwandt.
Das Paar heiratete in der St. George's Chapel auf dem Gelände von Schloss Windsor. Die "Daily Mail" kritisierte die Hochzeit damals als viel zu pompös. Die Prinzessin habe Hunger nach Glamour und Glitzer, sei aber für den Staat "so wichtig wie einer der Corgis der Queen". Was das Boulevardblatt verschweigt ist, ...
... dass die St. George's Chapel der übliche Hochzeitsort für Royals ist. Und was den Glamour betrifft: Eugenie ist gut vernetzt mit Prominenten - zu ihren Hochzeitsgästen zählten unter anderem Kate Moss, Robbie Williams, Cara Delevingne, Demi Moore und James Blunt.
Statt Austern und Pferderennen mag Prinzessin Eugenie (r.) Hotdogs, Netflix-Serien, Computerspiele und Fußball, wie sie in Interviews erzählte. Dass sie im Schatten ihrer Cousins William und Harry steht, scheint sie nicht zu stören - es hat auch seine Vorteile, nicht in der ersten Reihe zu stehen. In der britischen Thronfolge rangiert sie auf Platz 10.
Auch über die frühe Scheidung ihrer Eltern spricht sie offen: Der Herzog von York und die quirlige Fergie hielten demnach Eugenie und Beatrice aus den Ehestreitigkeiten heraus und verstehen sich heute besser als je zuvor. Manche glauben gar, dass die Geschiedenen wieder ein Liebespaar sind.
Eine große Belastung dürften für Eugenie und ihre Schwester Beatrice aber die Missbrauchsvorwürfe gegen ihren Vater sein. Eine US-Amerikanerin behauptet, der Prinz habe sie als Minderjährige missbraucht. Andrew weist die Anschuldigungen zurück, wurde aber bis auf Weiteres von allen royalen Pflichten entbunden.
Prinzessin Eugenie erfüllt weiter ihre royalen Pflichten, trotz ihres Berufs. Sie ist Schirmherrin verschiedener Organisationen im Bereich Gesundheit, und das hat einen persönlichen Grund.
Eugenie litt als Kind selbst unter Skoliose, einer Wirbelsäulenverkrümmung, und musste sich im Alter von zwölf Jahren einer schweren Operation unterziehen. Seitdem halten Titanstäbe den Rücken der Prinzessin gerade.
Die Spuren sind auch heute noch zu sehen: Bei ihrer Hochzeit 2018 begeisterte Eugenie mit einem am Rücken ausgeschnittenen Kleid, das ihre markante Narbe offenlegte. Die Queen-Enkelin wollte damit anderen Skoliose-Patienten Mut machen.