Es war denkbar unklug: Prinz Charles hielt eine Rede zum Thema CO2-Reduktion – und bewältigte die Anreise nach Cambridge mittels Helikopter und Luxus-Limousine. Nun muss sich der britische Thronfolger harte Kritik gefallen lassen.

Mehr Unterhaltungs-Themen finden Sie hier

Er hielt vor Wissenschaftlern eine Rede zum Thema CO2-Reduktion und reiste selbst mit Helikopter und Bentley an: Prinz Charles erhitzt mit einem Ausflug nach Cambridge die Gemüter.

2,5 Tonnen CO2 gehen auf sein Konto

Knapp 200 Kilometer flog der britische Royal mit dem privaten Helikopter der Queen. Den restlichen Weg bewältigte er in einer Luxus-Karosse der Marke Bentley. Die "Daily Mail" schätzt, dass sich der gesamte CO2-Ausstoß des Thronfolgers auf 2,5 Tonnen beläuft – im Zuge einer Reise, bei der eigentlich die CO2-Reduktion im Fokus stand.

An der renommierten Universität in Cambridge sprach der Sohn von Queen Elizabeth II. am Whittle Laboratory. Die dort angestellten Wissenschaftler sind führend in der Erforschung von Möglichkeiten, die Flugreisen umweltfreundlicher machen.

Clarence House springt in die Bresche

Ein Sprecher von Clarence House, dem Büro des 71-Jährigen und seiner Frau Camilla, erklärte, der Prinz sei nicht persönlich in "Entscheidungen bezüglich seiner Beförderungsmittel" eingebunden. "Sie werden basierend darauf getroffen, was [...] hinsichtlich Zeit, Entfernung und Sicherheit möglich ist."

Der Prinz stelle allerdings sicher, "dass alle CO2-Emissionen jedes Jahr ausgeglichen werden", so der Sprecher weiter. "Damit er die vielen Verpflichtungen im Vereinigten Königreich und überall auf der Welt wahrnehmen kann, muss er manchmal fliegen." Der Thronfolger habe des Öfteren betont, der Erste sein zu wollen, der ein nachhaltigeres Beförderungsmittel nutzt, sobald es existiert.

"Er will die Rolle spielen, den Weg aber nicht gehen"

Graham Smith, dem Chef der Monarchie-kritischen Gruppierung Republic, reicht diese Aussage allerdings nicht – insbesondere, da Prinz Charles seinen CO2-Ausstoß Schätzungen zufolge auf 0,2 Tonnen hätte reduzieren können, wenn er seinen Weg komplett mit dem Auto zurückgelegt hätte.

"Er will die Rolle spielen, den Weg aber nicht gehen", sagte Smith der britischen Tageszeitung. Der Prinz lege unterschiedliche Regeln für sich und den Rest der Bevölkerung fest.

Als Klima-Sünder bekannt

Der Vater von Prinz William und Prinz Harry war erst kürzlich als Klima-Sünder aufgefallen. In den Tagen vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos flog er insgesamt knapp 26.000 Kilometer mit Privatjets und Helikoptern. (wag)  © spot on news