Seit Wochen sorgt die mit Spannung erwartete Biografie "Finding Freedom" über Prinz Harry und seine Frau Meghan Markle für Schlagzeilen. Das am Dienstag in Großbritannien veröffentlichte Buch enthüllt die Hintergründe des Megxit, also des Abschieds des royalen Paares vom britischen Königshaus. Dabei kommen Prinzessin Kate und Prinz William nicht gut weg.

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Eines vorneweg: "Finding Freedom: Harry and Meghan and the Making of a Modern Royal Family" ist keine offiziell autorisierte Biografie, weder Prinz Harry noch Meghan Markle, Prinz William, Prinz Charles oder gar die Queen haben mit den Autoren Carolyn Durand und Omid Scobie gesprochen.

Der Inhalt des am Dienstag in Großbritannien veröffentlichten Buches stützt sich stattdessen auf rund 100 Interviews, die im Freundeskreis des royalen Paares geführt worden sein sollen, auch Bedienstete des Palastes kommen anonym zu Wort. Ergänzt wird dies durch die eigenen Beobachtungen der Adelsreporter Durand und Scobie, die seit Jahren über die Royals berichten.

"Finding Freedom" enthüllt angeblich Hintergründe des Megxit

Auch wenn es also keine exklusiven Enthüllungen - oder zumindest offiziell bestätigten - von Meghan und Harry gibt, wurde das Buch seit Wochen mit großer Spannung erwartet.

Denn das Thema des Buches ist der Megxit, also der am 8. Januar 2020 via Instagram verkündete Rückzug von Prinz Harry und seiner Ehefrau Meghan Markle aus dem Könighaus. "Finding Freedom" verspricht nicht weniger, als die Hintergründe dieses Bruchs im Hause zu Windsor zu enthüllen.

Dabei wird angeblich bestätigt, was ohnehin schon ziemlich klar war: Meghan Markle, zuvor Schauspielerin, soll niemals mit der königlichen Familie warm geworden sein, die Royals auch nicht mir ihr. Während die übrigen Familienmitglieder Harrys neuer Freundin demnach skeptisch gegenüberstanden - ein hoher Royal soll sie als "Showgirl" bezeichnet haben - war es für Harry Liebe auf den ersten Blick.

William hingegen soll Harry dem Buch zufolge geraten haben, sich "so viel Zeit wie möglich zu nehmen" und nichts zu überstürzen. Er soll seinen jüngeren Bruder sogar als "blind vor Lust" bezeichnet haben, was dieser ihm sehr übel genommen habe. Harry habe William daraufhin einen "Snob" genannt, die beiden entfremdeten sich immer mehr.

Meghan und Kate wurden keine Freundinnen

Für die Windsors war Markle also offenbar keine standesgemäße Partnerin, schließlich war die frühere "Suits"-Darstellerin zwischen 2011 und 2013 schon einmal verheiratet und hatte eine schwierige Beziehung zu ihrem Vater Thomas Markle.

Harry hingegen habe während seiner zehnjährigen Karriere im Militär - "außerhalb der royalen Blase" - gelernt, keine voreiligen Schlüsse über Menschen wegen ihres Akzents, ihrer Bildung, ihrer Ethnizität, gesellschaftlichen Stellung oder ihres Berufes zu ziehen, steht in "Finding Freedom" geschrieben.

Dem Buch zufolge tat sich auch Kate, Williams Ehefrau und Duchess of Cambridge, schwer mit Meghan. Die beiden Frauen sollen zwar "nicht im Krieg miteinander" gewesen sein, aber auch "nie beste Freundinnen". Den Trip zum gleichen Shopping-Ziel traten sie demnach in getrennten Autos an. Letztlich sei ihre Beziehung nie über die höfliche Freundlichkeit hinausgegangen, mit der sich beiden bei ihrem ersten Treffen begegneten.

Harry musste sich letztlich zwischen seiner Ehefrau und seinen royalen Pflichten entscheiden. "Das riss Harry in Stücke. Er liebt die Queen, aber seine Frau fühlte sich verletzt und er vergötterte seinen Sohn Archie", zitiert das Buch einen Insider.

PR-Agentur bereitete Megxit vor

Wie Meghan und Harry schließlich ihren Abschied verkündeten, soll die übrigen Mitglieder der Königsfamilie hart getroffen haben. Ohne dass William, Prinz Charles oder die Queen etwas davon wussten, soll das Paar eine PR-Agentur beauftragt haben, die den Megxit vorbereitete – was von der Familie als weiterer Vertrauensbruch gewertet wurde.

Ansonsten enthält das Buch allerhand Details aus dem Leben von Meghan und Harry, es wird von der Geburt des gemeinsamen Sohnes Archie berichtet, von den wilden Party-Jahren des Prinzen, von angeblichen heißen Paparazzi-Fotos des Paares, die auf Jamaika aufgenommen, aber nie veröffentlicht worden sein sollen. Oder dass Prinz Harry bei Textnachrichten gerne Emojis verwendet, am liebsten das Geister-Emoji.

Auch soll Harry seiner Großmutter, der Queen, einst zu Weihnachten eine Duschhaube mit der Aufschrift "Life is a Bitch" ("Das Leben ist ein A***loch") geschenkt haben. Die Queen amüsierte sich darüber angeblich köstlich.

Verwendete Quellen:

  • The Times: "Finding Freedom book reveals mistrust behind Harry and Meghan’s departure"
  • Daily Mail: "Prince Harry and Meghan Markle were jealous of William and Kate getting the best roles and 'didn't feel supported' by the Royals and 'viper' courtiers"
  • BuzzFeedNews.com: "9 Things we learned from Finding Freedom"
  • Express.co.uk: "Harry branded William a snob after being warned about Meghan Markle - new book claims"
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