Kindersoldaten im Südsudan

Am 7. Februar wurden 300 Kinder von bewaffneten Gruppen aus dem Kriegsdienst entlassen. Dies ist der größte Erfolg seit drei Jahren. Weitere 700 Kinder sollen in den nächsten Wochen folgen.

"Dies ist die größte Entlassung von Kindern in beinahe drei Jahren. Und es ist lebensnotwendig, dass die Verhandlungen weitergehen, damit es noch mehr Tage wie heute gibt", erklärt Mahimbo Mdoe, Verantwortlicher von UNICEF im Südsudan, am Tag der Entlassung.
In den nächsten Wochen sollen noch mindestens 700 Kinder befreit werden.
Während der "Entlassungszeremonie" wurden die Kinder formell entwaffnet ...
... und mit ziviler Bekleidung versorgt.
Nachdem die Kinder aus der Armee oder den bewaffneten Gruppen entlassen wurden, beginnt eine ebenso wichtige Aufgabe für UNICEF und seine Partner.
So erhalten alle Kinder zunächst eine medizinische Untersuchung.
Es folgen eine Beratung sowie psychologische Unterstützung.
Dieser Teil ist besonders wichtig, um den Kindern bei der Bewältigung des Erlebten zu helfen. Sie haben Gräueltaten am eigenen Leib erfahren, mussten diese jedoch auch an anderen verüben.
Nur, wenn die Kinder intensiv betreut werden, kann eine erfolgreiche Reintegration klappen.
Dazu gehört auch, dass die Kinder ihre Ausbildung fortsetzen können.
Denn nur, wenn die Kinder eine Schulbildung erhalten und lernen können, sind sie in der Lage, ihre Zukunft zu gestalten.
UNICEF schätzt, dass noch immer bis zu 19.000 Kinder in den Reihen von Armee und bewaffneten Gruppen im Südsudan kämpfen.
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