Hermann Maier war sich schon zu Zeiten seiner aktiven Karriere nie für deutliche Worte zu schade. Dass sich daran bis heute nichts geändert hat, bewies der "Herminator" am Montagabend beim Jahresrückblick von "Sport und Talk".

Mit seinen inzwischen 45 Jahren hat sich Hermann Maier in der Öffentlichkeit rar gemacht. Österreichs Ski-Legende tritt nur noch unregelmäßig in TV-Shows auf.

Maier: "Hat es vorher nie gegeben und nachher auch nicht"

Eine Ausnahme machte der zweimalige Olympiasieger und dreimalige Weltmeister am Montagabend für den Jahresrückblick von "Sport und Talk" bei Servus TV.

Ski alpin: Hier finden Sie alle Termine und Sieger der Weltcup-Saison 17/18.

Im Hangar-7 am Flughafen Salzburg sprach der "Herminator" über seine Zeit nach der aktiven Karriere - und überraschte mit einer Aussage in Bezug auf Marcel Hirscher.

Zunächst lobte Maier den Weltcup-Gesamtsieger der vergangenen sechs Winter in den höchsten Tönen: "Er hat eine tolle Entwicklung gemacht, vor allem, wenn man sich anschaut, was er da über die letzten Jahre aufgebaut hat."

Was dem Pongauer allerdings sauer aufstößt, sind die immer wieder aufkommenden Querverweise zwischen ihm und Hirscher: "Der Vergleich ist ein Blödsinn, hinkt komplett. Es sind andere Zeiten", gab Maier zu verstehen.

An Selbstbewusstsein mangelt es dem Ex-Skirennfahrer in jedem Fall nicht: "Ich habe in vier Saisons 41 Weltcup-Siege gefeiert, das hat es vorher nie gegeben und nachher auch nicht", betonte Maier.

Mit 45 Jahren nur noch Fan und Genießer

Man müsse nicht immer alles vergleichen, schon gar nicht Äpfel mit Birnen. Stattdessen forderte Maier, dass man sich einfach an den guten Leistungen Hirschers mitfreuen solle. Er selbst genieße die Möglichkeit, einfach nur Fan zu sein, die ihm das beschaulichere Leben nach der Profikarriere biete.

"Es gibt sicher Dinge, die übergeordnet sind. Aber es ist sehr angenehm, als TV-Konsument dazusitzen, speziell bei den Übersee-Rennen zur Prime-Time. Das kann schon was", gestand Maier.

Das Skifahren selbst geht der 45-Jährige heute übrigens sehr viel gemächlicher an als früher: "Ich genieße mehr die Zeit auf Langlaufskiern und bin sehr viel mit den Tourenskiern unterwegs."

Abseits der Pisten sei es einfach wunderschön. Vor allem bei den optimalen Bedingungen des aktuellen Vorwinters könne er solche Aktivitäten absolut genießen.

Bildergalerie starten

Ski alpin: Weltcup der Herren 2017/18 - Gesamtwertung nach 36 Rennen

Der Weltcup-Winter der Alpinen stand ganz im Zeichen der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang. Trotzdem war natürlich auch die große Kristallkugel wieder heiß begehrt. Marcel Hirscher sicherte sich den Gesamtweltcup am Ende souverän. Das waren die Top Ten.