Angelique Kerber ist Weltranglisten-Erste und zweimalige Grand-Slam-Siegerin - dennoch wird ihr in Wimbledon erneut der ganz große Auftritt verwehrt. Ein Affront gegen Deutschlands Tennis-Star?

Es wird ein spannender Wimbledon-Tag aus deutscher Sicht: Angelique Kerber und Alexander Zverev kämpfen heute um den Einzug ins Viertelfinale.

Die Weltranglisten-Erste aus Kiel bekommt es mit der French-Open-Siegerin von 2016 und Wimbledon-Finalistin von 2015, Garbiñe Muguruza aus Spanien, zu tun.

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Ein echtes Top-Spiel, das allerdings von den Wimbledon-Verantwortlichen nicht als solches gewürdigt wird.

Kerber muss erneut auf Court 2 ran

Denn diese haben die Partie nicht auf dem Centre Court (15.000 Plätze) oder dem Court 1 (11.000 Plätze) angesetzt, sondern auf dem lediglich 4.000 Zuschauer fassenden Court 2.

Auf diesem musste die Nummer eins der Tennis-Welt bereits ihr Drittrunden-Match gegen die US-Amerikanerin Shelby Rogers absolvieren. Ein Affront gegen die Australian-Open- und US-Open-Siegerin von 2016?

"Ach, mir ist es letztlich egal, auf welchem Platz ich spiele. Die Atmosphäre war doch super, wir hatten ein volles Haus", reagierte Kerber nach dem Spiel gegen Rogers auf dieses Thema noch ganz entspannt.

Da wusste die 29-Jährige allerdings noch nicht, dass sie auch im Achtelfinale nicht auf einem der großen Courts spielen darf.

Top-Begegnungen auf den großen Courts

Auf dem Centre Court treten stattdessen die fünfmalige Wimbledon-Siegerin Venus Williams (gegen Ana Konjuh), Lokal-Matador und Titelverteidiger Andy Murray (gegen Benoit Paire) sowie Grand-Slam-Rekordchampion Roger Federer (gegen Grigor Dimitrov) an.

Auf Court 1 darf zunächst die Britin Johanna Konta (gegen Caroline Garcia) ran, danach French-Open-Sieger Rafael Nadal (gegen Gilles Muller) und zum Abschluss der Weltranglisten-Vierte Novak Djokovic (gegen Adrian Mannarino).

Einen kleinen Vorteil hat es aber doch, dass Kerber heute nicht auf einem der großen Courts spielt. Da ihr Match gegen Muguruza auf diesem Platz als erstes angesetzt ist, darf sie bereits um 12:30 Uhr (MESZ) ran.

Zverev trifft auf Raonic

Die deutsche Männer-Hoffnung Alexander Zverev muss sich hingegen etwas gedulden.

Seine Partie gegen den an Nummer sechs gesetzten Milos Raonic findet ebenfalls auf Court 2 statt - im Anschluss an das als zweites angesetzte Match zwischen Victoria Azarenka und Simona Halep.

Zu sehen sind die Spiele allesamt auf Sky, der Pay-TV-Sender hält die Exklusiv-Rechte an der Wimbledon-Übertragung. (tfr/dpa)

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