Bethanie Mattek-Sands hat sich beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon offenbar eine schlimme Verletzung zugezogen. Augenzeugen der Szene waren schockiert und brachen zum Teil in Tränen aus.

Die Doppelspezialistin Bethanie Mattek-Sands aus den USA ist eine der besten Tennisspielerinnen der Welt.

Zusammen mit ihrer tschechischen Partnerin Lucie Safarova ist sie amtierender Champion bei den US, Australian und French Open.

Auch in Wimbledon zählte das Doppel zu den Favoriten. Nun müssen die beiden ihren Traum vom Titel aufgrund einer schweren Verletzung der 32-jährigen Mattek-Sands begraben.

Knie-Verletzung im Match gegen Sorana Cirstea

Die Dame aus Minnesota traf am Donnerstag in ihrer Zweitrundenpartie im Einzel auf die Rumänin Sorana Cirstea.

Bei einem Netzangriff zu Beginn des dritten Satzes kam es dann zu einem verhängnisvollen Missgeschick.

Mattek-Sands rutschte aus und fiel auf den Rasen. Nach wenigen Momenten schrie sie vor Schmerzen auf und begann zu wimmern: "Bitte helft mir, bitte, bitte."

Allen Augenzeugen rund um Court 17 der Anlage stand der Schock ins Gesicht geschrieben. Ihre Kontrahentin Cirstea stieg sofort über das Netz und redete beruhigend auf Mattek-Sands ein.

Augenzeugen brechen in Tränen aus

Wenig später brachen die Rumänin und Mattek-Sands' Doppel-Partnerin Safarova, die als Zuschauerin am Spielfeldrand dabei war, in Tränen aus.

Nach dem Vorfall schilderte Cirstea ihre Eindrücke: "Ich bin keine Ärztin, aber man konnte sofort sehen, dass ihre Kniescheibe in einer merkwürdigen Position war", sagte die 27-Jährige. "Ich hatte vorher noch nie so etwas gesehen."

Nach einiger Zeit kümmerten sich Ärzte um die Erstversorgung der Verletzten. Rund 20 Minuten wurde sie noch auf dem Platz behandelt.

Gegnerin kritisiert Erstversorgung

Cirstea kritisierte in Nachgang, dass es zu lange gedauert habe, ehe professionelle Hilfe zur Stelle war: "Ich finde, sie lag zu lange auf dem Platz ohne dass Hilfe kam."

Die Veranstalter des Turniers entgegneten via Twitter, dass innerhalb einer Minute ein Notfallsanitäter vor Ort gewesen sei.

Nachdem sie auf dem Platz mit Sauerstoff und Injektionen versorgt worden war, transportierten Hilfskräfte Mattek-Sands mit einer Trage zum bereitstehenden Krankenwagen.

Auch dabei schrie sie immer noch: "Es tut weh, es tut so weh." Die 32-Jährige wurde umgehend in eine Klinik gebracht. Über die genaue Art der Verletzung ist bisher nichts bekannt.

Ob vielleicht sogar die Karriere der in der Vergangenheit bereits sehr verletzungsanfälligen US-Amerikanerin gefährdet ist, steht noch in den Sternen.