Die French Open haben auch 2019 wieder einiges zu bieten. Wenn die besten Tennis-Spieler der Welt auf Sand aufeinandertreffen, bleiben für Fans und Experten keine Wünsche offen. Fünf vorläufige Highlights aus Paris.

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Die French Open sind auf der Zielgeraden. Am Donnerstag stehen die Viertelfinal-Matches Nummer drei und vier an, bevor am Freitag die Halbfinals steigen. Der bisherige Turnierverlauf hatte bereits einige Highlights zu bieten.

Das längste Match

Eine epische Schlacht von fünf Stunden und elf Minuten konnte der Schweizer Stan Wawrinka letztlich für sich entscheiden. Die Achtelfinal-Begegnung (7:6, 5:7, 6:4, 3:6, 8:6) mit dem Griechen Stefanos Tsitsipas war das längste Match des Turniers.

Die Kontrahenten lieferten sich einige lange und sehenswerte Ballwechsel.

Der emotionalste Moment

Rührende Szene im Anschluss des Drittrunden-Matches zwischen dem Franzosen Nicolas Mahut und dem Argentinier Leonardo Mayer (6:3, 6:7, 4:6, 6:7). Weil Mahut nach der Niederlage vor den Augen seiner Familie in Tränen ausbrach, rannte sein Sohn auf den Platz und tröstete den Franzosen. Das rührte selbst Mayer zu Tränen. Unter Standing Ovations verließen Vater und Sohn das Feld.

Für Mayer war übrigens eine Runde später Schluss. Im Achtelfinale verlor der Argentinier gegen Tennis-Legende Roger Federer.

Der beste Schlag

Dafür gibt es selbst Applaus vom Gegner: Der Österreicher Dominic Thiem lieferte den besten Schlag des Turniers. Im Achtelfinal-Match gegen den Franzosen Gael Monfils (6:4, 6:4, 6:2) riss Thiem die Zuschauer mit einem Tweener aus den Sitzen. Da kommen selbst Tennis-Experten ins Schwärmen!

Der spektakulärste Ballwechsel

Gleich im ersten Viertelfinale der French Open hatten Feder und Wawrinka einiges zu bieten. Nach einem spektakulären Ballwechsel sicherte sich Federer mit seiner berüchtigten Rückhand longline den Punkt - zu sehen hier bei Eurosport. Federer entschied das Match nach vier Sätzen (7:6, 4:6, 7:6, 6:4) für sich.

Eine verrückte Attacke

Dominic Thiem sicherte sich nicht nur den besten Schlag des Turniers, der Österreicher sorgte auch für die spektakulärste Geschichte abseits des Platzes. Während einer Pressekonferenz wurde Thiem kurzerhand aus dem Raum geschickt, um für die US-Star-Spielerin Serena Williams Platz zu machen. Das passte dem Österreicher allerdings überhaupt nicht.

"Ich fasse es nicht, wirklich. Ich meine ... was zum Teufel? Nein, das ist ein Witz, oder? ... Ich muss den Raum verlassen, weil sie kommt", sagte Thiem, der am Tag danach Williams eine "schlechte Persönlichkeit" vorwarf. Mit seinen Äußerungen schaffte Thiem es sogar ins amerikanische Fernsehen, wo der 25-Jährige von einer Hollywood-Legende attackiert wurde.

"Hör mal zu, Mann, keiner weiß, wer du bist. Du magst vielleicht groß in der Tennis-Welt sein, aber das ist ein großer Deal, dass Serena so früh ausgeschieden ist. Die Leute wollen wissen, wie es ihr geht. Beschuldige sie nicht, hör auf, ein Dummkopf zu sein", sagte Schauspielerin Whoopi Goldberg in der US-Talksendung The View.

Für Thiem, der im Viertelfinale am Donnerstag auf den Russen Karen Khachanov trifft, ist das Thema mittlerweile erledigt.

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