• Anna Seidel bleibt vom Pech verfolgt.
  • In Peking scheidet sie früh aus, ihr Auftritt setzt ihr zu.
  • Ihren Traum vom Edelmetall wird sie sich wohl nicht mehr erfüllen können.

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Shorttrackerin Anna Seidel ist bei den Olympischen Winterspielen in Peking bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Die 23-jährige Dresdnerin stürzte am Mittwoch in ihrem Viertelfinale über 1.500 Meter vier Runden vor Schluss und hatte damit keine Chance mehr aufs Weiterkommen.

Zudem erhielt sie eine Strafe und wurde ohne Zeit auf dem letzten Platz geführt. Für die zweimalige EM-Zweite von 2021 war es bei ihren dritten Winterspielen ihr erster und zugleich letzter Start.

Seidel emotional am Ende

Die Kampfrichter ahndeten ein Foul von Anna Seidel an Corinne Stoddard, so blieb sie ohne Resultat. "Ich habe die Amerikanerin überholt, aber wahrscheinlich nicht gut vorbereitet", berichtete die 23-jährige Freundin von NHL-Jungstar Moritz Seider unter Tränen.

"Sie hat nur darauf gewartet zu blocken. Dann war das eben kein sauberes Überholmanöver und dafür habe ich den Penalty bekommen", sagte Seidel und ergänzte: "Ich denke, dass das schon alles richtig entschieden wurde."

Dass sie danach auf der Zielgeraden auch noch stürzte und in die Bande krachte, setzte ihr emotional sehr zu. Nach dem Olympia-Aus hatte sie sich lange allein in eine Kabine zurückgezogen.

"Ich habe schon gesagt, dass ich das alles gar nicht so richtig begreife und am liebsten nochmal neu aufstehe und nochmal neu laufe. Es ging mir schon besser", sagte Seidel völlig aufgelöst, aber körperlich unversehrt.

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Die nächste Enttäuschung für Seidel

Seidel erlebte vier Jahre nach Pyeongchang eine weitere olympische Enttäuschung. In Südkorea war sie mehrfach gestürzt und hatte über keine Distanz ihr Leistungsvermögen voll abgerufen. 2014 hatte sie als 15-Jährige in Sotschi debütiert.

Seidel hatte in China Frieden schließen wollen mit den Winterspielen. Stattdessen bleiben aus sportlicher Sicht wieder schlechte Erinnerungen zurück.

"Ich habe mich sehr gut gefühlt, im Training und in den Warm-ups", sagte Seidel: "Ich muss einfach schauen, dass ich mir bei so großen Wettkämpfen das Drumherum nicht so zu Herzen nehme."

Ob das deutsche Shorttrack-Aushängeschild noch einmal auf das olympische Eis zurückkehrt, ist fraglich. Bei den nächsten Winterspielen 2026 ist sie sehr wahrscheinlich nicht mehr dabei. Ein vierter Olympiastart, sagte Seidel dem SID, "ist relativ ausgeschlossen".

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Olympiasiegerin kommt aus Südkorea

Olympiasiegerin über 1.500 Meter wurde zum Abschluss der Shorttrack-Wettbewerbe von Peking wie 2018 in Pyeongchang Minjeong Choi aus Südkorea.

Platz zwei belegte Arianna Fontana aus Italien, die in China bereits Gold über 500 Meter gewonnen hatte und mit nun elf Medaillen erfolgreichste Shorttrackerin bei Winterspielen ist. Dritte wurde die Niederländerin Suzanne Schulting. (dpa/afp/msc)

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