Der große Traum von Gold hat sich nicht erfüllt. Für Lara Gut ist Olympia vorbei, die Schweizerin reist nach einem Schlag aufs Knie vorzeitig ab.

Tränen hat es bei Lara Gut nach dem Super-G gegeben. Dann die Abfahrt, in der Sofia Goggia Gold holt und Gut es nicht mal ins Ziel schafft. Die Schweizerinnen gehen allesamt leer aus.

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Bereits nach den ersten 35 Sekunden fährt Gut nach einem Sprung an einem Tor vorbei. Ein Schlag auf das linke Knigelenk führt zum frühen Ausschneiden.

Lara Gut: "Die Tränen werden kommen"

Es war das Knie, das bereits operiert wurde. Zumindest kam die Tessinerin aber sicher den Hang hinunter. "Im Ziel denkst du schon kurz: Verdammt, es ging wieder nicht und es war nicht gut genug. Aber das legt sich", sagte Gut anschließend. Und mit einem Lächeln im Gesicht: "Wir sehen uns in vier Jahren."

Tränen gab es nach dem Abfahrtslauf nicht - oder zumindest noch nicht - hatte Gut doch ihre großen Hoffnungen ohnehin in den Super-G gesetzt. "Ich bin gesund, das ist das Wichtigste. Aber die Tränen werden kommen. Ich habe vier Jahre lang von dieser Abfahrt geträumt – und nun ist sie nach vier Kurven vorbei", so Gut.

Das Knie wurde untersucht - laut erster Diagnose der Ärzte wurde keine wichtige Struktur verletzt.

Um die weitere Saison nicht zu gefährden, sei nun aber eine kurze Regeneration nötig. Gut werde deshalb nicht zur Kombi am Donnerstag antreten, wie Swiss Olympic am Mittwoch mitteilte.

Corinne Suter beste Schweizerin

Die Hoffnungen ruhen nun auf der Schweizerin Michelle Gisin, die bei der Abfahrt Achte wurde. Sie sei sehr nervös gewesen, sagte sie später: "Am Start hat sie mich fast gekillt."

Beste Schweizerin war Corinne Suter, sie ergatterte als Sechste ebenfalls ein Diplom. "Es ist seit langem das beste Ergebnis. Die Erleichterung ist groß", freute sie sich. (af)