Michael Rösch ist wohl der härteste Hund unter den olympischen Athleten in Pyeongchang: Der 34-Jährige stürmt - nur mit Badehose und Flagge bewaffnet - ins Meer. Sehr zur Belustigung der Umstehenden.

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Selbst der schneidende Wind und die Eiseskälte konnten Michael Rösch nicht abhalten: Nur in Badehose und mit wehender belgischer Flagge in beiden Händen stürmte der Biathlet nahe Pyeongchang ins Meer.

Sonderlich lange hielt es der 34-Jährige aber nicht im Wasser aus: Nach einem Hechtsprung kehrte der Wahl-Belgier unmittelbar wieder an Land zurück.

Spaziergänger schauen verdutzt aus der Wäsche

Rösch teilte ein Video seiner Aktion auf Facebook. "Heute war Badetag", schrieb er dazu - und "PS: Ja, es war so kalt.".

In dem Video ist zu sehen, wie die umstehenden Südkoreaner am Strand - eingepackt in Wintermantel und Mütze - verdutzt gucken.

Rösch war mit Hilfe einer Crowdfunding-Aktion zu seiner zweiten Olympia-Teilnahme gekommen. Dabei wurden mehr als 24.000 Euro an Spenden gesammelt.

2006 in hatte Rösch noch mit Deutschland Staffel-Gold gewonnen. Nach Diskrepanzen mit dem deutschen Verband und eigenen Fehlern nahm er 2014 die belgische Staatsbürgerschaft an.

Auf Ruben Blommaert wartet auch ein Badetag

Rösch ist nicht der einzige, der sich in die südkoreanischen Fluten wirft: Paarläufer Ruben Blommaert muss am Donnerstag eine Wette einlösen.

"Er hat gesagt, wenn wir Olympiasieger werden, geht er hier ins Wasser", erzählte Bruno Massot der dpa. Nachdem der gebürtige Franzose zusammen mit Aljona Savchenko Gold für Deutschland gewonnen hat, fahren Massot und Blommaert nun an den Strand von Gangneung zum japanischen Meer.

"Ich habe ihm gesagt, es ist besser, nicht mit mir zu wetten", erklärte Massot lachend.

Der 25-jährige belgisch-deutsche Eiskunstläufer Blommaert war zusammen mit Annika Hocke im Paarlauf auf Platz 16 gelandet. (ank/dpa)