Olympia 2018: Highlights der unglaublichen Spiele aus Pyeongchang

Die 16 Wettkampftage sind Geschichte. Das olympische Feuer ist erloschen. Wir blicken mit 16 Bildern auf Dramen, Erfolge, Niederlagen und Emotionen dieser unvergleichlichen Spiele zurück.

Laura Dahlmeier eröffnete in Pyeongchang den Medaillenregen für Deutschland mit Gold im Sprint. Auch in der Verfolgung war sie nicht zu schlagen. Im Einzel gewann sie zudem Bronze. Mit ihren erst 24 Jahren ist die siebenfache Weltmeisterin damit endgültig zu einer der besten und erfolgreichsten Athletinnen im Biathlon avanciert.
Er konnte sein Glück kaum fassen. In dem Moment, als klar war, dass Andreas Wellinger Olympia-Gold von der Normalschanze gewinnen würde, brach der 22-Jährige in Tränen aus. Später sollte er noch Silber im Teamspringen sowie von der Großschanze abräumen. Welch eine Erfolgsgeschichte für den jungen Oberbayern!
Auch im erfolgsverwöhnten deutschen Team lief aber nicht alles nach Plan. Die frustrierendste Niederlage musste Rodler Felix Loch verkraften. In Führung liegend gab er im letzten Lauf aufgrund eines schweren Fehlers den sicher geglaubten Olympiasieg aus der Hand und musste von Vater und Bundestrainer Norbert Loch getröstet werden.
Für eine geradezu wundersame Erfolgsgeschichte sorgte der Kanadier Mark McMorris. Er hatte bei einem Sturz im März 2017 eine Beckenfraktur, komplizierte Brüche von Kiefer und Oberarm sowie einen Milzriss erlitten. Zudem war ein Lungenflügel kollabiert. Nur elf Monate später gewann der 24-jährige Snowboarder Bronze im Slopestyle.
Einen historischen Moment gab es direkt am ersten Wettkampftag im Kwandong-Hockey-Center zu bestaunen. Ein geeintes Eishockey-Team der Damen mit Spielerinnen aus Nord- und Südkorea trat gegen die Schweiz an. IOC-Präsident Thomas Bach sprach von einem "großartigen Symbol der vereinigenden Kraft des olympischen Sports".
Mariama Jamanka griff sich nach der Zieldurchfahrt ungläubig an den Helm. Gerade hatte die 27-jährige Bob-Pilotin mit Anschieberin Lisa-Marie Buckwitz sensationell die Goldmedaille im Zweierbob gewonnen.
Auch diese Momente machen Olympia so besonders: Nach 15 Kilometern Langlauf schob sich German Madrazo aus Mexiko erschöpft auf Rang 116 über die Ziellinie - und wurde von anderen Exoten wie Pita Taufatofua aus Tonga (l.) und Samir Azzimani aus Marokko (r.) gefeiert.
Das wohl spannendste Biathlon-Rennen der Spiele war der Massenstart der Herren. Nach einem packenden Schlussspurt entschieden Zentimeter zugunsten des Franzosen Martin Fourcade. Simon Schempp musste sich nach großem Kampf mit der Silbermedaille zufrieden geben.
Snowboard-Megastar Shaun White untermauerte in Pyeongchang seinen Legendenstatus mal wieder. Mit einem Fabel-Lauf machte er seinen dritten Olympia-Triumph in der Halfpipe perfekt. Nach dem Wettkampf wurde der 31-Jährige von seinen Emotionen übermannt und vergoß etliche Freudentränen.
Eine Machtdemonstration sondergleichen zeigten die deutschen Nordischen Kombinierer. Alle drei Goldmedaillen gingen an den DSV. Der Dreifach-Triumph von Johannes Rydzek, Fabian Rießle (l.) und Eric Frenzel (r.) im Wettkampf von der Großschanze setzte der schwarz-rot-goldenen Herrlichkeit die Krone auf.
Für die größte Sensation der Winterspiele sorgte die Tschechin Ester Ledecka. Die eigentliche Snowboarderin gewann in einem vollkommen verrückten und wahnsinnig spannenden Super-G Olympia-Gold im Ski alpin. Später gelang ihr das gleiche Kunststück noch in ihrer Paradedisziplin, dem Parallel-Riesenslalom auf dem Board.
So ein Podium sieht man auch nicht alle Tage. Die Zweierbob-Piloten trieben die Spannung im entscheidenden Lauf auf die Spitze. Ergebnis: Zeitgleiche Olympiasieger aus Deutschland und Kanada. Am Ende durften sich Francesco Friedrich, Thorsten Margis, Justin Kripps und Alexander Kopacz (v.l.n.r.) über Gold freuen.
Bis zum letzten Wettkampftag der Eisschnellläufer mussten die Gastgeber aus Südkorea auf die lang ersehnte Goldmedaille in dieser Sportart warten. Dann endlich erlöste Lee Seung-Hoon seine Landsleute und raste zum Olympiasieg im Massenstart. Die Halle explodierte unter dem frenetischen Jubel der Fans förmlich.
Norwegens Langlauf-Ikone Marit Björgen krönte am letzten Wettkampftag ihre einzigartige Karriere. Die 37-Jährige gewann den 30-Kilometer-Lauf in der klassischen Technik, holte ihr insgesamt achtes Olympia-Gold und wurde mit ihrer insgesamt 15. Medaille zur erfolgreichsten Teilnehmerin Olympischer Winterspiele aller Zeiten.
Eine nachhaltige Bewerbung für die Mannschaft des Jahres gab das deutsche Eishockey-Team ab. Nach unglaublichen Siegen gegen Weltmeister Schweden und Top-Favorit Kanada scheiterte die DEB-Auswahl erst im Finale nach dramatischem Spielverlauf an Russland und durfte sich am Ende eines sensationellen Turniers mit Silber trösten.
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