Die meisten Sportler würden sich über eine Silbermedaille bei Olympia freuen - nicht so der nordkoreanische Gewichtheber Om Yun-Chol. Er war nach dem Wettbewerb untröstlich und entschuldigte sich bei dem verstorbenen Diktator Kim Jong-il.

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"Er wird immer meine Inspiration bleiben und es tut mir sehr leid, dass ich ihm das nicht mit einer Goldmedaille danken konnte", sagte Gewichtheber Om Yun-Chol laut "Bangkok Post" zu Journalisten. Er meinte damit den 2011 verstorbenen nordkoreanischen Diktator Kim Jong-il. Eine Silbermedaille bei Olympia 2016 in Rio war wohl zu wenig, um das Andenken an den Vater des aktuellen Machthabers Kim Jong-un angemessen zu bewahren.

So gut wie jeder Sportler würde sich über eine Silbermedaille bei Olympia freuen, aber für Om Yun-Chol brach eine Welt zusammen. Er hatte vor vier Jahren in London Gold gewonnen und galt auch dieses Jahr als Favorit auf den Titel - wurde aber von dem Chinesen Long Qingquan geschlagen. Nach dem Wettbewerb entschuldigte er sich bei Reportern und sagte: "Ich denke nicht, dass ich meinem Volk mit der Silbermedaille ein Held sein kann."

Immerhin reist er mit einer etwas positiveren Einstellung aus Rio ab: "Ich werde alles tun, um wieder zu gewinnen. Bei allen Wettbewerben, die ab dem kommenden Jahr stattfinden, bis hin zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio."

(mom)