Kanadische Pressestimmen zum sensationellen 4:3-Sieg der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft im olympischen Halbfinale gegen Kanada.

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"Toronto Star": "Guter Grund für Anonymität"

"Kanadas Crew der Ungewollten hat ihre Chance bei der Halbfinale-Niederlage gegen Deutschland vergeigt. Es gibt einen guten Grund, warum viele dieser Spieler in der Eishockey-Anonymität schuften.

Nach der 4:3-Peinlichkeit gegen die gar nicht so mächtigen Deutschen ist es nur fair, dass es für viele von ihnen so bleiben wird. Legenden werden nicht in Bronze-Spielen gemacht. Gesellen werden nicht zu Olympia-Helden, wenn sie 40 Minuten im wichtigsten Spiele ihres Lebens nicht auftauchen.

Es gibt keine Punkte für den Einsatz, wenn man sich Zwei-, Drei-Tore-Rückstände einhandelt gegen das Team eines Landes, das sich für Jahrzehnte an eine Bronzemedaille von 1976 als olympischen Höhepunkt klammerte - bis zu diesen Spielen."

"Toronto Sun": "Es war angemessen, zu schreien"

"Der größte Sieg in der nicht-denkwürdigen Geschichte des deutschen Eishockeys. Es war eine Eishockey-Nacht, bei der es angemessen war, zu schreien.

Eine Nacht, an die sich die Deutschen für den Rest ihres Lebens erinnern werden und die die Kanadier niemals vergessen werden - aus den falschen Gründen."

"National Post": "Beschämende Nacht"

"Schwarzer Tag für Kanadas Eishockey. Das schlechteste Resultat für ein olympisches Team ohne NHL-Spieler landete in einer beschämenden Nacht für das kanadisches Eishockey in der Gangneung Hockey Arena wie ein Speer in der Magengrube."  © dpa