• Bill Russell ist gestorben.
  • Die US-Basketballlegende wurde 88 Jahre alt.
  • Der frühere Spieler der Boston Celtics gewann elfmal den NBA-Titel - so oft, wie kein anderer Spieler.

Mehr Sportthemen finden Sie hier

Die amerikanische Basketball-Legende Bill Russell ist tot. Der erfolgreichste NBA-Profi der Geschichte sei im Alter von 88 Jahren friedlich an der Seite seiner Frau Jeannine gestorben, teilte seine Familie am Sonntag auf seinem offiziellen Twitterkanal mit.

Der Mann mit der Nummer 6 bei den Boston Celtics war einer der größten und einflussreichsten Basketballer. Er gewann als Center zwischen 1957 und 1969 elfmal die NBA-Meisterschaft - so oft wie kein anderer Spieler in der besten Liga der Welt - und mit dem US-Team eine olympische Goldmedaille. Zudem war er 1968 und 1969 neben Spieler auch Coach der Celtics und holte damit als erster schwarzer Cheftrainer zwei NBA-Titel.

Bill Russell kämpfte gegen Rassismus in den USA

"Bill Russell war der größte Champion in allen Team-Sportarten", sagte NBA-Commissioner Adam Silver und würdigte auch sein Engagement abseits des Parketts. "Bill stand für etwas, das größer als Sport war: die Werte von Gleichheit, Respekt und Inklusion, die er der DNA der Liga hinzugefügt hat."

Auf und abseits des Spielfelds machte Russell sich immer wieder für den Kampf gegen Rassismus stark und demonstrierte unter anderem mit Martin Luther King. 1961 boykottierte er ein Spiel, um auf die rassistische Diskriminierung von Schwarzen im Basketball aufmerksam zu machen.

In der veröffentlichten Mitteilung seiner Familie hieß es weiter: "Wir hoffen, dass jeder von uns mit Bills kompromisslosem, würdevollem und stets konstruktivem Bekenntnis zu Prinzipien einen neuen Weg finden kann, zu handeln oder sich zu Wort zu melden. Das wäre ein letzter und dauerhafter Sieg für unsere geliebte Nummer 6." (mt/dpa)