Spitzenpolitiker würdigen das Lebenswerk von Box-Ikone Muhammad Ali. Ex-US-Präsident Bill Clinton bezeichnet seine Freundschaft zu Ali als Ehre, Barack Obama findet kaum Worte.

US-Präsident Barack Obama hat die gestorbene Box-Legende Muhammad Ali als einen Mann gewürdigt, "der die Welt aufgerüttelt hat". Und die Welt sei deshalb besser, hieß es in einer am Samstag in Washington veröffentlichten schriftlichen Erklärung.

Ali sei nicht nur ein großartiger Kämpfer im Ring gewesen, "sondern auch ein Mann, der für das gekämpft hat, was richtig war. Er hat für uns gekämpft", sagte Obama mit Blick auf Alis Einsatz für die Bürgerrechte. "Muhammad Ali war The Greatest. Punkt."

Clinton und Trump einig

Auch Ex-US-Präsident Bill Clinton und seine Frau Hillary trauern. "Seit dem Tag, als er 1960 Olympia-Gold gewann, wussten Boxfans auf der ganzen Welt, dass sie eine Mischung von Schönheit und Eleganz, Schnelligkeit und Stärke sahen, die vielleicht nie wieder erreicht werden wird", schrieb Bill Clinton am Samstag.

"Es war mir eine Ehre...mit einem Mann befreundet zu sein, der durch Triumph und Prüfungen sogar größer als seine eigene Legende wurde.

In ihrer Trauer zeigen die Rivalen um das Weiße Haus seltene Einigkeit. Der republikanische Bewerber Donald Trump twitterte zum Tod Alis: "Ein wahrhaft großer Champion und wunderbarer Typ. Er wird von allen vermisst werden!"

Trauer in Europa

Der britische Premierminister David Cameron würdigte Ali als Kämpfer für die Bürgerrechte. "Muhammad Ali war nicht nur ein Champion im Ring - er war ein Champion der Bürgerrechte und ein Vorbild für viele Menschen", twitterte Cameron am Samstag.

Mariano Rajoy, spanischer Ministerpräsident, sagte: "Muhammad Ali wird immer als ein legendärer Champion und ein Mythos des Boxens in Erinnerung bleiben."

Der berühmteste Boxer der Sport-Geschichte starb am Freitag (Ortszeit) in einem Krankenhaus bei Phoenix im Alter von 74 Jahren. (dpa/ank)