Chile fährt nicht zur WM 2018 nach Russland. Das Team von Bayern-Profi Arturo Vidal verlor das abschließende Spiel der Qualifikation mit 0:3 in Brasilien. Das Kuriose: Schuld an dem Aus ist unter anderem ein Sieg am grünen Tisch.

Dumm gelaufen! Chile verpasst die WM 2018 in Russland. Durch das 0:3 in Brasilien zum Abschluss der Qualifikation fehlen dem Team von Bayern-Star Arturo Vidal genau zwei (!) Tore, um Peru auf Platz fünf zu überholen und sich zumindest für die Playoffs zu qualifizieren.

Erfolgreicher Einspruch Mitgrund für Aus

Dass die Chilenen die erste WM-Endrunde seit 2006 verpassen, liegt nicht nur an der eigenen Leistung: Mitschuld trägt ausgerechnet ein erfolgreicher Einspruch gegen die Wertung des Spiels gegen Bolivien aus dem September 2016.

Hintergrund des Einspruchs: Chile und Bolivien trennten sich am 8. Spieltag der Qualifikation mit 0:0. Im Anschluss legte "La Roja" Protest gegen die Wertung bei der FIFA ein.

Die Bolivianer hatten mit dem gebürtigen Paraguayer Nelson Cabrera einen Spieler eingesetzt, der noch nicht für sein neues Land spielberechtigt war.

CAS gibt Chile Recht

Der Fall landete beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS), welcher Chile Recht gab und das Spiel mit 3:0 für das Team von Vidal & Co. wertete.

Das Dumme daran für Chile: Auch das vorherige Spiel Boliviens wurde umgewertet. Beim 1:0 der Bolivianer gegen Peru hatte Cabrera ebenfalls mitgespielt. Folglich bekamen die Peruaner drei Punkte mehr (Sieg statt Niederlage), Chile profitierte aber nur mit zwei Zählern (Sieg statt Unentschieden).

Ohne Einspruch wären die Chilenen also vermutlich mit einem Punkt vor Peru auf Rang fünf und damit für die Playoffs qualifiziert. (ms)