(ank/ah) - Der Druck ist gross, und die Schweizer Nati ist als Team schwerer einzuschätzen denn je. Das erste Qualifikationsspiel für die Fussball-Weltmeisterschaft in Brasilien 2014 hat die Mannschaft von Ottmar Hitzfeld aber gut gemeistert. Sie siegte im Stadion Stozice von Ljubljana mit 2:0.

Borussia Mönchengladbachs Mittelfeldspieler Granit Xhaka (20. Minute) und SSC Neapels Antreiber Gökhan Inler (51.) erzielten in Ljubljana die Treffer für die Mannschaft des ehemaligen FC-Bayern-Coaches Hitzfeld. Schalkes Flügelspieler Tranquillo Barnetta (75.) musste nach Gelb-Rot vorzeitig in die Kabine.

Vor dem Spiel am Freitag regierten Spannung und Vorfreude. "Wir sind froh, dass es endlich losgeht. Jeder Start ist speziell", sagte Barnetta im Gespräch mit "Blick.ch". In der Qualifikationsgruppe E warten jetzt noch Albanien, Island, Norwegen und Zypern - machbare Gegner.

Die Schweiz ging als Favorit ins Rennen. "Ich glaube, dass in dieser Mannschaft wohl das grösste Potenzial steckt, seit ich dabei bin", lobt Barnetta. Auch Nati-Goalie Diego Benaglio hält den Gruppensieg für möglich. "Wer einmal an einer EM oder WM dabei war, will es immer wieder schaffen", sagt er im Gespräch mit der "Aargauer Zeitung".

Benaglio warnt jedoch vor verfrühter Euphorie: "Ja, wir hatten das Glück, keine der Topnationen wie Spanien, Deutschland, England, oder Italien zugelost zu bekommen. Aber es ist trotzdem eine tückische Gruppe." Vor allem den Jungen - Shaquiri oder Xhaka - fehle die Erfahrung. "Ein Inler, Lichtsteiner, Barnetta oder auch ich: Wir wissen, wie es ist, von Anfang an hinterherzuhinken. Das wollen wir dieses Mal unbedingt vermeiden."

Einen neuerlichen Fehlstart durfte sich die Hitzfeld-Elf nicht erlauben. Es ging um viel, auch für den Trainer. Seit der Deutsche die Mannschaft 2008 übernommen hat, sind die Quali-Phasen gründlich missglückt: In den ersten beiden Spielen für die WM 2010 gegen Israel und Luxemburg schaute gerade einmal ein Punkt heraus, in der Quali für die EM 2012 gegen England und Montenegro gleich gar keiner.

"In Brasilien, im Land des fünffachen Weltmeisters, wollen wir unbedingt dabei sein", betont Hitzfeld.