Der Druck auf Argentiniens Lionel Messi wird nach seinem verschossenen Elfmeter gegen Island immer größer. Seine Mutter und ein Mentaltrainer erklären, wie sehr ihn die Situation belastet.

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Im ersten WM-Spiel der Argentinier war Lionel Messi der tragische Held. Der Superstar vom FC Barcelona hatte die Siegchance auf dem Fuß, scheiterte aber vom Elfmeterpunkt.

So spielten die Südamerikaner gegen Island nur 1:1. Im zweiten Gruppenspiel gegen Kroatien (20:00 Uhr LIVE im ZDF und bei uns im Ticker) muss nun unbedingt ein Sieg her, sonst ist das Erreichen des Achtelfinales ernsthaft gefährdet.

Der Druck auf Messi ist dementsprechend noch größer geworden. Wie sehr dieser an Messi nagt, hat jetzt seine Mutter, Celia Cuccittini offenbart.

Im Gespräch mit dem argentinischen TV-Sender El Trece sagte sie: "Wir sehen ihn manchmal leiden und weinen." Sein großes Ziel sei es, den Weltmeister-Pokal mit nach Hause zu bringen.

Messi "muss sein ganzes Volk retten"

Kritiker werfen Messi immer wieder vor, er würde sich für sein Land nicht so zerreißen wie für seinen Verein, den FC Barcelona. Mentaltrainer Thomas Baschab erklärte im "Kicker", welcher Druck auf Messi liege: "Wenn er für Argentinien spielt, muss er sein ganzes Volk retten. Da spürt er eine riesige Verantwortung".

Laut Baschab wird der Druck Messis mit jeder Niederlage größer, sei es das Finale der Copa América 2016 gegen Chile oder das WM-Finale 2014 gegen Deutschland.

"Spielt er für sein Land, dann weiß er, dass er schon mal versagt hat, dass er verwundbar ist", erläuterte der Mentaltrainer. "Er ist ja sogar schon mal zurückgetreten, weil er mit der Bürde nicht klarkam."

Gegen Kroatien muss Messi nun zeigen, dass er mit dem Druck umgehen kann. (ms)

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