Joachim Löw wartet beim Viertelfinal-Krimi gegen Frankreich mit einem umgestellten Team auf - und hat damit alles richtig gemacht. Unter anderem überzeugte Kapitän Philipp Lahm auf der rechten Seite mit wichtigen Impulsen nach vorne. Auch die Medien sind voller Lob für die Löw-Taktik. "Es war ein Pokerspiel - und Löw hat gewonnen", schriebt "Spiegel Online". In Frankreich ist die Enttäuschung hingegen groß.

Bildergalerie starten

Rihanna feiert mit DFB-Stars

#GER gewinnt Twitter-Duell gegen #ARG: Statue leuchtet Schwarz-Rot-Gold.

Deutschland

Bild.de: "Überragend: Mats Hummels. Unser Super-Verteidiger köpft Deutschland ins Glück, macht das goldene Tor. Ganz klar, der BVB-Star bekommt die BILD-Note 1. Wieder einmal schwach: Mesut Özil. Der Mittelfeldspieler läuft nur nebenher, gewinnt kaum Zweikämpfe. Özil ist der schwächste Deutsche auf dem Platz."

Süddeutsche Zeitung: "Manuel Neuer vermittelt seinen Mitspielern Gefühle von Geborgenheit, Jérôme Boateng erweist sich als wetterfest - und Mats Hummels ist nach überstandener Grippe wieder ein Segen auf dem Platz".

Spiegel Online: "All jene, die ihm vorwerfen, er ersetze Flexibilität durch Sturheit, die müssen jetzt erst einmal still sein. Löw baute seine Elf vor dem Frankreich-Spiel auf zentralen Positionen um, ging damit ein hohes Risiko. Es war ein Pokerspiel - und Löw hat gewonnen. (...) Alle Maßnahmen zahlten sich am Ende aus: Vor allem Lahm sorgte für die bei diesem Turnier so lange vermissten offensiven Impulse über die Flügel."

Die Welt: "Joachim Löws Plan geht im WM-Viertelfinale gegen Frankreich auf: Seine Umstellungen stabilisieren die Defensive, offensiv sichert die neue deutsche Stärke nach Standardsituationen den knappen Sieg."

Die Zeit: "Was war die Szene des Spiels? Manuel Neuers Reflex in der Nachspielzeit gegen Benzema. Neuer kann auch Libero spielen, das wissen wir spätestens seit dem Achtelfinale gegen Algerien. Aber kein Libero kann auch Bälle halten, zumindest nicht solche. Bis zur Zeitlupe dachten alle Zuschauer, der Ball wäre an die Latte gegangen. Stimmt nicht. Es war Neuers Pranke, von der das Spielgerät abprallte und fast aus dem Stadion flog."

Großbritannien

The Guardian: "Didier Deschamps Mannschaft hatte durchaus Chancen und sie kämpften bis zum bitteren Ende."

Daily Mirror: "Jogis Jungs überwältigen Frankreich und schicken sie wimmernd nach Hause."

The Independent: "Die Deutschen haben ihre Koffer nicht nach Rio mitgebracht, das war genau richtig."

The Telegraph: "Mats Hummels' einziges Tor reicht, um das Halbfinale zu erreichen."

Schweiz

Blick: "Hummels köpft 'Les Bleus' ins Verderben"

Neue Zürcher Zeitung: "Deutschlands Coach Joachim Löw lässt gegen Frankreich eine neue Formation antreten, die mit derjenigen aus dem Achtelfinal gegen Algerien nur noch wenig gemein hat. Insgesamt machen die Deutschen die Effizienz zur Maxime."

Österreich

Kronen Zeitung: "Deutschland räumt auch Frankreich aus dem Weg"

Kurier: "Deutschland war im Viertelfinale gegen Frankreich nicht die bessere Mannschaft, zog aber als effizienteres Team mit einem 1:0 in die Runde der letzten vier ein. Damit steht die deutsche Nationalmannschaft zum vierten Mal in Folge in einem WM-Semifinale."

Frankreich

L'Equipe: "Im WM-Viertelfinale ist Frankreich mit 0:1 gegen Deutschland ausgeschieden. "Les Bleus" konnten ihre Enttäuschung nicht verbergen: "Es ist traurig, aber wir müssen uns nicht schämen", sagt Mathieu Valbuena.

Le Monde: "Deutschland beendet das Abenteuer der 'Bleus'"

Le Figaro: "Ich bin sehr stolz auf die Spieler", sagt Trainer Didier Deschamps.

Spanien

El Pais: "Ein Kopfball von Hummels entscheidet ein Spiel ohne Leidenschaft"

Marca: "Deutschland steht im WM-Halbfinale. Neuer war wieder mehr als wichtig."

(kab)