Nach den Pfiffen gegen ihn hat Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan ein öffentliches Bekenntnis zu seinem Heimatland abgelegt.

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"Letztes Spiel vor der Weltmeisterschaft und immer noch dankbar, für dieses Land zu spielen", twitterte der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler am Samstag.

Beim letzen WM-Testspiel am Freitagabend gegen Saudi-Arabien (2:1) war Gündogan bei seiner Einwechslung deutlich hörbar von vielen Zuschauern in Leverkusen ausgepfiffen worden.

Der Unmut ist die Folge eines Treffens von Gündogan und seines Teamkollegen Mesut Özil Mitte Mai mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Die beiden Profis waren danach auch beim Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. "Wir haben aufgrund unserer türkischen Wurzeln noch einen sehr starken Bezug zur Türkei", hatte Gündogan in einem dpa-Interview gesagt. "Das heißt aber nicht, dass wir jemals behauptet hätten, Herr Steinmeier sei nicht unser Bundespräsident oder Frau Merkel nicht unsere Bundeskanzlerin. Deshalb war es auch nie ein Thema, ein politisches Statement zu setzen."

Löw: "Hat schon geschmerzt"

Mannschaftskapitän Manuel Neuer kritisierte die Pfiffe in der BayArena gegen seinen Teamkollegen: "Solche Pfiffe schaden der Mannschaft."

Auch Bundestrainer Joachim Löw stellte sich hinter Gündogan. "Das hat mich schon geschmerzt", sagte Löw. "Wir werden ihn unterstützen."

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© dpa