Noch immer haben sich Fifa und die öffentlich-rechtlichen Sender nicht geeinigt. Nach aktuellem Stand wird die Fußball-WM der Frauen im Juli und August nicht im deutschen Free-TV gezeigt. Nun sät die Fifa ein zartes Pflänzchen der Hoffnung und bringt einen Plan B ins Spiel.

Mehr News zur Fußball-WM

Der Fußball-Weltverband hofft beim Streit um die Fernsehrechte für die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen auf eine Verhandlungslösung. "Wir sind weiterhin in Gesprächen", sagte ein Fifa-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Er betonte zugleich, dass es "keinen Blackout" geben werde - also ein Turnier ohne bewegte Bilder in Deutschland. Knapp fünf Wochen vor dem Beginn des Turniers in Australien und Neuseeland am 20. Juli gibt es noch immer keine Einigung zwischen dem Verband sowie den Fernsehsendern ARD und ZDF.

Der Verbandssprecher erklärte weiter: "Wir bevorzugen Übertragungen im öffentlichen Fernsehen, aber wir können die Spiele auch bei Fifa+ zeigen." Damit bestätigte der Verband erstmals öffentlich, dass bei einem Scheitern der Verhandlungen die WM-Übertragung auf der hauseigenen Internet-Plattform der Plan B ist. Fifa+ ist der Streamingdienst des Weltverbandes, bei dem aktuell hauptsächlich Dokumentationen zu sehen sind. Der Dienst ist kostenlos und kann per App und am Computer genutzt werden.

Fifa will mehr Geld von ARD und ZDF

Bisher liefen die Übertragungen der großen Turniere hierzulande bei ARD und ZDF, die auch bei der Ausschreibung für die WM 2022 das beste Angebot für den deutschen TV-Markt abgegeben hatten. Der Fifa war die Offerte aber zu gering. Präsident Gianni Infantino forderte öffentlich mehr Geld, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Laut "kicker" soll der Weltverband zehn Millionen Euro für die Übertragungsrechte fordern, ARD und ZDF bieten demnach lediglich fünf.

Zuletzt hatte Infantino vor einem Monat betont, dass er immer noch entschlossen sei, mehr Geld von den Rundfunkanstalten der größten europäischen Länder zu bekommen. In mehreren Fernseh-Märkten in Europa gibt es noch immer keine Abschlüsse. (ska/dpa)

JTI zertifiziert JTI zertifiziert

"So arbeitet die Redaktion" informiert Sie, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte stammen. Bei der Berichterstattung halten wir uns an die Richtlinien der Journalism Trust Initiative.