• Ihren umstrittenen Plan, die Fußball-WM der Männer alle zwei Jahre zu veranstalten, lässt die Fifa fallen.
  • Präsident Gianni Infantino distanziert sich sogar von dem umstrittenen Vorschlag.
  • Dafür soll der Confederations Cup in neuem Format zurückkehren.

Mehr Themen zur WM 2022 finden Sie hier

Fifa-Präsident Gianni Infantino hat sich erneut skeptisch über die Pläne für eine Fußball-Weltmeisterschaft alle zwei Jahre geäußert. "Wir sind zum Schluss gekommen, dass es machbar wäre. Aber natürlich gibt es auch viel Widerstand", sagte der 52-Jährige nach dem Kongress des Weltverbands Fifa am Donnerstag in Doha.

Vor allem aus Europa und Südamerika kommt massive Opposition für die Verkürzung des WM-Rhythmus von vier auf zwei Jahre, so dass dieses Projekt seit mehreren Monaten kaum noch möglich scheint. Bereits im vergangenen Oktober hatte Infantino über mögliche Kompromisslösungen gesprochen.

Gianni Infantino: "Die Fifa hatte nie eine WM alle zwei Jahre vorgeschlagen"

Während der Vollversammlung betonte er nun: "Die Fifa hat nie eine WM alle zwei Jahre vorgeschlagen." Saudi-Arabien hatte den Weltverband zu einer Machbarkeitsstudie aufgefordert. Allerdings hatte die Fifa keine Gelegenheit ausgelassen, unter anderem mit Öffentlichkeitsstudien dieses Thema zu befeuern. Infantino hatte die Pläne für eine Verkürzung des WM-Zyklus zuletzt immer wieder forciert und im Dezember 2021 mit hohen Geldsummen gelockt.

"Wir müssen schauen, was für die Entwicklung des Fußballs am besten ist", sagte Infantino über die Debatte zur Zukunft des Spielplans. "Man muss sehen, dass es keinem nutzt, wenn man sich etwas verschließt, selbst wenn man der Größte und Reichste ist." Eine Aussage, die sich unter anderem an die europäischen Vertreter gerichtet haben dürfte. Zahlreiche Verbände hatten zeitweise einen Fifa-Austritt erwogen für den Fall, dass die WM-Pläne realisiert worden wären.

Bis zu einer Lösung dürfte es noch dauern. "Es ist toll, wenn wir in einer Woche eine Entscheidung finden, es kann aber auch noch ein Jahr dauern", sagte Infantino. In Katar stand das Thema nicht auf der Agenda, das Fifa-Council könnte sich im Sommer wieder damit befassen.

Lesen Sie auch: WM-Auslosung live im Ticker: In welche Gruppe kommt Deutschland?

Der Confederations Cup soll zurückkehren

Im Gespräch ist aber Berichten zufolge die Wiederbelebung des 2017 zuletzt ausgetragenen Confederations Cups. Den gewann seinerzeit Deutschland aus russischem Boden im Endspiel gegen Chile (1:0). Anschließend fiel das jeweils im Jahr vor der Endrunde als WM-Generalprobe gespielte Turnier der aufgeblähten Klub-WM der Fifa zum Opfer.

Die Fifa plane, den Confed Cup nur noch mit Nationalmannschaften aus Europa und Südamerika auszutragen. Zudem soll die Idee diskutiert worden sein, die europäische Nations League mit Mannschaften aus Südamerika zu erweitern. (dpa/SID/hau)

Bildergalerie starten

WM 2022: Diese Mannschaften haben sich das Ticket gesichert

Das Teilnehmerfeld für die WM-Endrunde 2022 in Katar ist komplett. Das DFB-Team hatte sich als erstes Land qualifiziert. Zum Durchklicken.