Albtraum-Start für die deutsche Nationalmannschaft in die WM 2018: Mit 0:1 hat die DFB-Elf ihre Partie gegen Mexiko verloren. Die deutschen Spieler und Verantwortlichen fanden deutliche Worte, insbesondere Mats Hummels haderte mit seinen Mitspielern.

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Diesen Start hatte sich der Weltmeister ganz anders vorgestellt. Völlig verdient verlor Deutschland sein erstes Spiel der WM 2018 in Russland gegen starke Mexikaner mit 0:1.

Die Reaktionen zum Spiel:

Mats Hummels: "Wir haben wie gegen Saudi-Arabien gespielt - nur gegen einen besseren Gegner. Wir haben ein paar Dinge angesprochen wie leichte Ballverluste und Absicherung, die wir heute leider wieder nicht umgesetzt haben. Dadurch sah die erste Halbzeit aus, wie sie aussah.

Mexiko hat das Spiel dadurch auch verdient gewonnen, weil wir es ihnen viel zu leicht gemacht haben, in dem Wissen, dass wir genau das nicht hätten zulassen dürfen. Ein Weckruf zu spät.

Wir müssen jetzt zwei Spiele gewinnen, sonst war es das mit der WM. Ich verstehe nicht so ganz, warum wir es heute so gespielt haben, weil wir eigentlich schon einen Schuss vor den Bug bekommen hatten.

Wenn sieben oder acht Spieler offensiv spielen, dann ist klar, dass die offensive Wucht größer ist als die defensive Stabilität. Das ist das, was ich intern oft anspreche. Das fruchtet anscheinend noch nicht so ganz. Unsere Absicherung steht nicht gut, das muss man sagen - oft waren nur Jerome und ich hinten. So haben sie uns heute gnadenlos ausgekontert."

Toni Kroos: "Wir waren konteranfällig, weil wir die Bälle viel zu einfach vorne verloren haben. Wir sind unter Druck jetzt, ohne Frage. Wir müssen jetzt, wenn möglich, sechs Punkte aus den zwei Spielen holen."

Jerome Boateng: "Ganz ehrlich der schlimmstmögliche Start ins Turnier. Aber wir werden zurückschlagen."

Thomas Müller: "Wir lassen zu viele Räume zum Kontern. Wir reden in den letzten Spielen immer über dieselben Probleme und versuchen, sie abzustellen. Jetzt haben wir quasi nur noch K.-o.-Spiele."

Löw: "Überzeugt, dass wir eine Reaktion zeigen können"

Joachim Löw: "Das ist in der Tat eine nicht gewohnte Situation. Dem müssen wir uns jetzt stellen. Das Turnier ist lang.

Am Ende haben wir in den Kombinationen nicht die Sicherheit gehabt, die man kennt und wie ich mir das vorstelle.

Wir konnten uns nicht von hinten raus entfalten. Unsere Kombinationen nach vorn sind nicht mit diesem Risiko, mit dieser Entschlossenheit gemacht worden.

Der Start hat nicht geklappt. Jetzt müssen wir das nächste Spiel gewinnen, klar. Ich bin überzeugt, dass wir eine Reaktion zeigen können."

Oliver Bierhoff: "Wir haben einfach zu wenig gemacht. Wir haben natürlich dominiert, aber so richtig zwingend war es nicht. Die Mexikaner haben eine andere Taktik gefahren, als wir es erwartet hatten.

Wir hatten teilweise nicht die Mittel. Das war ärgerlich und für ein Auftaktspiel zu wenig.

Ich habe jetzt kein schlechtes Gefühl. Es kann jetzt ein schwieriger Weg sein, den müssen wir jetzt gehen und das werden wir jetzt machen in den nächsten Tagen."

Hirving Lozano (Torschütze Mexiko): "Wir haben viel dafür gearbeitet, der Trainer hat uns bestens vorbereitet, wir waren nervenstark. Wir haben einfach gezeigt, was wir drauf haben. Es ist das wichtigste Tor meines Lebens. Wir alle träumen davon, eine Weltmeisterschaft zu spielen und ein so bedeutendes Debüt bei einer WM zu haben." (tfr/dpa)

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