Auf Fußballer Aaron Ramsey liegt ein Fluch. Da sind sich zumindest die englischen Medien einig. Denn (fast) immer wenn der Profi vom FC Arsenal trifft, stirbt wenig später ein Prominenter - könnte man meinen, wenn man es sich richtig hindreht.

Vor allem in den Jahren 2011 und 2012 war Aaron Ramsey nicht gerade bekannt für seine Torgefährlichkeit. Doch die wenigen Male, die der Arsenal-Spieler einnetzte, haben ihm mehr Aufmerksamkeit als den meisten seiner Kollegen zuteil werden lassen. Denn auf Aaron Ramsey schien ein Fluch zu liegen. Immer wenn der Mittelfeldstar traf - was nicht allzu oft passierte - musste eine berühmte (oder berüchtigte) Person das Zeitliche segnen.

Der Fluch nahm seinen Anfang im Jahr 2011. Ramsey traf am 1. Mai gegen Manchester United, am nächsten Tag wurde Terrorist Osama bin Laden von US-Soldaten erschossen. Die - zumindest auf den ersten Blick - durchaus unheimlich anmutende Chronik:

Oktober 2011: Ramsey trifft gegen Tottenham Hotspur, drei Tage später stirbt Apple-Gründer Steve Jobs.

Oktober 2011: Ramsey trifft gegen Marseille, noch am selben Tag wird der lybische Diktator Muammar al-Gaddafi von Rebellen getötet.

Februar 2012: Ramsey trifft gegen Sunderland, weniger als 24 Stunden später wird Sängerin Whitney Houston tot in ihrem Hotelzimmer aufgefunden.

September 2013: Ramsey trifft wieder gegen Sunderland und vier Tage später in der Champions League gegen Marseille. Kurz darauf stirbt Boxer Ken Norton.

Dann scheint der vermeintliche Fluch gebannt. Im Herbst 2013 schießt Ramsey sechs Tore in sieben Spielen - ganz ohne Todesnachrichten. Doch am 30. November 2013 trifft der Teamkollege von Per Mertesacker doppelt gegen Cardiff. Es ist der Tag, an dem "Fast and Furious"-Schauspieler Paul Walker bei einem Autounfall ums Leben kommt. Doch weil Ramsey in der folgenden Saison noch 14 weitere Tore gelingen, ließ sich die Fluch-Theorie damals nicht mehr halten. Traurig für die englischen Medien, gut für Ramsey, dem der Hype um seine vermeintliche "tödliche" Treffsicherheit vermutlich gehörig auf den Senkel gegangen sein dürfte.

Nun ist der Fluch zurück, sind sich die englischen Medien sicher. Denn nur Stunden, nachdem Ramsey am Sonntag im Community Shield gegen Manchester City getroffen hatte, wurde der Tod von Schauspiel-Legende Robin Williams bekannt.

Das Ganze ist natürlich nur ein makaberer, wenn auch kurioser Zufall. Deshalb ist es wünschenswert, dass Ramsey in der neuen Saison noch ein paar Tore drauflegt, um nicht länger mit dem Stigmata des "tödlichsten" Spielers herumlaufen zu müssen.

(ska)