Transfers: Diese Vereine in Europa erzielten den höchsten Überschuss

Aus der 1. Bundesliga ist der VfB Stuttgart zum dritten Mal verschwunden. Doch kein einziger Klub aus dem Oberhaus hat bezüglich Transfers in diesem Sommer finanziell eine bessere Bilanz erzielt als die Schwaben. Unsere Übersicht wird Sie verblüffen.

Platz 10: VfB Stuttgart - 45,29 Millionen Euro Transferüberschuss errechnet das Portal transfermarkt.de für den Traditionsklub mit dem roten Brustring. Der VfB verstärkte sich für 20,70 Millionen Euro, zum Beispiel mit dem früheren Paderborner Philipp Klement. Die abgewanderten Spieler spülten indessen 65,99 Millionen Euro in die Vereinskasse zurück.
Platz 9: Olympique Lyon - Der einstige Serienmeister Frankreichs hat im abgelaufenen Transfersommer nicht weniger als 133,32 Millionen Euro eingenommen und für 88 Millionen Euro eingekauft, beispielsweise Jeff Reine-Adelaide in Angers. Ergibt einen Überschuss von 45,32 Millionen Euro.
Platz 8: Crystal Palace - In Englands Premier League gehört Crystal Palace trotz des höchst klangvollen Vereinsnamens zu den sogenannten Grauen Mäusen. Gemessen an der Transferbilanz des Sommers 2019 indes, spielt der neue Klub von Routinier Gary Cahill in einer virtuellen Champions League. 7,60 Millionen Euro auszugeben, aber 55,75 Millionen Euro einzunehmen, erbringt einen Gewinn von 48,15 Millionen Euro.
Platz 7: Red Bull Salzburg - Österreichs Abonnements-Champion hat im Sommer 2019 für insgesamt 73,25 Millionen Euro Spieler veräußert und für vergleichsweise bescheidene 22,70 Millionen Euro eingekauft. Der Däne Rasmus Kristensen, der von Ajax Amsterdam gekommen ist, verschlang davon fünf Millionen Euro. Summa summarum hat der alles andere als arme Konzernklub Red Bulls einen Überschuss in Höhe von 50,55 Millionen Euro erzielt.
Platz 6: OSC Lille - Renato Sanches, der sich beim FC Bayern München verkannt und wenig wertgeschätzt fühlte, hat dort angeheuert, wo er mit einer Ablösesumme von 20 Millionen Euro der teuerste Zugang des Sommers ist. In neue Spieler hat Lille weitere 63,60 Millionen Euro investiert. Die Einnahmen in Höhe von 145 Millionen Euro dagegengerechnet, bleibt unter dem Strich für den Klub ein Plus von 61,40 Millionen Euro.
Platz 5: Atlético Madrid - Der dreimalige Gewinner der Europa League gönnte sich im Transfer-Sommer 2019 mit dem Portugiesen Joao Felix eines der größten Talente des europäischen Fußballs. Die Ablöse für den 19-Jährigen betrug beeindruckende 126 Millionen Euro. Für 243,50 Millionen Euro rüstete Atlético auf, strich aber auch 313,10 Millionen Euro ein - weit mehr als jeder Konkurrent. Das erzielte Plus beläuft sich auf 69,60 Millionen Euro.
Platz 4: TSG 1899 Hoffenheim - Neben Salzburg der zweite "Werksverein" in den Top Ten. Die Hoffenheimer legen mit einem Überschuss von 86 Millionen Euro in dieser Kategorie die beste deutsche Transferbilanz vor. Robert Skov, links, und Ihlas Bebou gehören zu den acht Neuen, die die Kraichgauer insgesamt 32,85 Millionen Euro gekostet haben.
Platz 3: Chelsea London - Die UEFA zwang den Klub des Öl-Magnaten Roman Abramowitsch durch eine Sperre, kürzer zu treten. Ganze 45 Millionen Euro gab der Champions-League-Sieger von 2012 für neue Spieler aus. Diese Summe alleine verschlang Real Madrids Mateo Kovacic. Christian Pulisic, der von einer Leihe aus Dortmund zurückkehrte, kostete nichts. Da Chelsea durch Verkäufe 136,85 Millionen Euro einnahm, bleibt ein Gewinn von 91,85 Millionen Euro.
Platz 2: Ajax Amsterdam - Der Rekordmeister der Niederlande zieht in seiner berühmten Akademie Spieler groß, die oft schon sehr jung sehr gut sind, weil sie früh Verantwortung bekommen. Die Renaissance des Klubs mit dem Einzug ins Halbfinale der Champions League brachte ihm im Sommer 205,75 Millionen Euro an Ablösen ein. Da nur 57,70 Millionen Euro für neue Spieler abflossen, zum Beispiel in Edson Alvarez (Bild), bleiben 148,05 Milllionen Euro Gewinn.
Platz 1: Benfica Lissabon - In Sachen Transferüberschuss schießt im Sommer 2019 Portugals 37-maliger Meister den Vogel ab. Haris Seferovic, 2017 aus Frankfurt verpflichtet, hat für 43,75 Millionen Euro sieben neue Mitspieler bekommen. Doch satte 192 Millionen Euro bezahlten abnehmende Klubs für Benfica-Stars. Den Löwenanteil daran stellt mit 126 Millionen Euro Joao Felix, jetzt Atlético. Benfica verweist auf ein Transferplus von 148,25 Millionen Euro.