Torwart-Titan oder Pannen-Oli

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Wenn Feldspieler ins Tor müssen, heißt es bibbern und beten.

Michael Tarnat: kein Gegentor: 1999/2000: Bayern-Torhüter Oliver Kahn und dessen Vertreter Bernd Dreher verletzten sich im Spiel gegen Eintracht Frankfurt innerhalb von elf Minuten - die Zeit von "Ersatzkeeper" Michael Tarnat ist gekommen. Ab der 53. Minute muss der Feldspieler beim Stand von 0:2 den Torwart mimen. Mit Erfolg, am Ende schaffen die Münchner noch den Ausgleich. Tarnat wird nur einmal geprüft, pariert den Torschuss aber glänzend.
Uwe Stöver: kein Gegentor: Am 6. April 1996 fliegt der Mainzer Torwart beim Stand von 1:1 nach einem Ausraster gegen den 1. FC Nürnberg vom Platz. Da Mainz, das davor schon einen Spieler wegen Rot verlor und nur noch mit neun Spieler spielen darf, nicht mehr wechseln kann, stellt sich Uwe Stöver ins Tor. Der Feldspieler muss nicht einen einzigen Torschuss der Nürnberger abwehren, Mainz gelingt sogar noch der Siegtreffer.
Mladen Petric: kein Gegentor, ein parierter Elfmeter: 2006, Uefa Cup: Basel gegen Nancy. Sekunden vor dem Abpfiff wird Basels Torwart beim Stand von 2:2 nach einem Foulspiel im Strafraum vom Platz gestellt. Stürmer Mladen Petric wird zum Helden des Spiels, als er als Vertretungs-Torwart den folgenden Elfmeter pariert.
Harvard Flo: ein Gegentor: Am 22. Spieltag der Saison 1997/98 fliegt der Bremer Torwart Oliver Reck beim Stand von 1:3 in der 82. Minute wegen einer Notbremse vom Platz. An der klaren Niederlage gegen Leverkusen konnte auch Aushilfstorwart Harvard Flo nichts ändern. Kurz nach seiner Einwechslung kassiert er mit seinem Team das vierte Gegentor.
Michael Schjönberg: ein Gegentor, ein gehaltener Elfmeter: 33. Spieltag, 1999/2000: Aufgrund verletzungsbedingter Aufgaben beider Stamm-Torhüter stellt sich Michael Schjönberg ab der Halbzeit in das Kaiserslauterner Tor. Einen Treffer der Gäste aus Freiburg muss Schjönberg zwar hinnehmen, er hält in der 84. Minute aber auch einen Strafstoß.
Mike Büskens: vier Gegentore: Einen undankbaren Job hatte der Schalker Mike Büskens am 26. September 1992: Nachdem der eigene Torwart vom Platz gestellt wird, muss Büskens (li.) auf die Linie und erlebt einen rabenschwarzen Tag. Den Angriffen der Leverkusener Elf ausgeliefert, muss der Feldspieler in 32 Minuten den Ball ganze viermal aus dem eigenen Netz holen.