Der brasilianische Fußballverein Sport Recife hat immer wieder Probleme mit Massenausschreitungen im Stadion. Um die größten Unruhestifter dazu zu bewegen, sich am Riemen zu reißen, stellte der Verein jetzt einige Fan-Mütter als Stadion-Aufseher ein.

Für das Spiel am 8. Februar gegen Náutico Capibaribe gab Recife 30 Müttern eine Einweisung. Sie sollten auf der Tribüne patrouillieren und die Fans beobachten. Alle trugen sie orangene Signalwesten, die rückseitig mit "SEGURANÇA MÃE" (auf Deutsch: Sicherheitsdienst Mama) beschriftet waren.

Im brasilianischen Fußball kommt es in letzter Zeit immer wieder zu gewalttätigen Ausschreitungen in den Stadien. Um dieser Situation Herr zu werden, wurden die Fans über die großen Bildschirme im Stadion vor und während des Spiels auf die neuen Ordnungskräfte hingewiesen.

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Fußballer mit seltsamen Frisuren

So haarsträubend geht es auf den Köpfen so mancher Fußballer zu.

"Die Idee war es, den fanatischsten Fans die Augen zu öffnen und dabei zu helfen, irgendwie Frieden in die Stadien zu bringen", erklärt Aricio Fortes. Er ist Vize-Präsident von Ogility, der PR-Firma, die die Idee für die Sicherheits-Mamas hatte. Fortes sagt weiter: "Im Endeffekt will sich niemand vor einer Mutter prügeln, vor allem nicht vor seiner eigenen."

Recife gewann das Spiel gegen Náutico mit 1:0. Der siegreiche Verein gab nach dem Spiel stolz bekannt, dass niemand festgenommen werden musste. (flor)