(jk/ae) - Die Sommerpause stellt die Fans des SC Freiburg auf eine Geduldsprobe: Birmingham, Kiew, Schalke - es vergeht kaum eine Woche, in der Topstürmer Papiss Demba Cissé (26) nicht mit einem neuen Verein in Verbindung gebracht wird.

Zu Beginn der laufenden Transferperiode galt es als wahrscheinlich, dass der senegalesische Publikumsliebling das Lager wechseln würde. Deutlichstes Indiz: In Garra Dembélé (25) verpflichteten die Breisgauer in Vorgriff auf den möglichen Abgang Cissés (und den damit einhergehenden Transfereinnahmen) bereits einen Nachfolger.

Über zwei Millionen Euro ließ sich der Verein die Dienste des Stürmers aus Mali kosten, der in Bulgarien mit einer beeindruckenden Torquote auf sich aufmerksam machte. Kaum jemand rechnete damit, dass der traditionell sparsame Sportclub diese Summe für einen zweiten Angreifer ausgeben würde.

Doch inzwischen sieht es etwas anders aus. Zwar wurden von Vereinsseite im Juli mehrere lose Anfragen für Cissé bestätigt. Offenbar ist bislang aber niemand bereit, die von Sportdirektor Dirk Dufner aufgerufenen 15 Millionen Euro Ablöse zu bezahlen - lediglich der ukrainische Serienmeister Dynamo Kiew war hierzu bereit. Der Transfer zerschlug sich jedoch, weil Kiew zum einen die vom SC Freiburg geforderten Bankbürgschaften nicht vorweisen konnte bzw. wollte, zum anderen wäre ein Wechsel in die Ukraine nicht die erste Wahl Cissés gewesen.

So wächst im Breisgau die Hoffnung auf einen vermeintlichen Traumsturm Cissé/Dembélé Woche für Woche. Im Fanlager gedieh zwischenzeitlich eine regelrechte Aufbruchsstimmung, die durch das unerwartete Ausscheiden in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Drittligist Unterhaching am vergangenen Sonntag auf ein gesundes Maß reduziert wurde. Egal, man freut sich auf ein weitere Saison in der Bundesliga.

Gewissheit, dass Papiss Cissé noch mindestens bis zum Winter bleibt, gibt es jedoch erst mit Ablauf der Transferfrist am 31. August. Bis dahin hofft man im Breisgau auf das von einigen Fans liebevoll auf den Namen Cissélé getaufte Sturmduo. Jede Woche ein bisschen mehr.