Thiago hat sich zum dritten Mal seit März das Innenband gerissen. Die Verletzungsmisere des Spaniers sorgt intern beim FC Bayern München für Unstimmigkeiten bezüglich der Arztauswahl. Nach langen Diskussionen am Wochenende hat sich nun Trainer Pep Guardiola durchgesetzt.

Am Samstag, nach dem überragenden 6:0 des FC Bayern München gegen Werder Bremen, hatte sich die Verantwortlichen zu einer Krisensitzung getroffen. Das berichtet "bild.de". Nach Thiagos erneuter Verletzung wollten Karl-Heinz Rummenigge, Matthias Sammer und Pep Guardiola endgültig klären, wie und vor allem von wem Thiago weiter behandelt wird.

Sammer und Rummenigge befürworten eine OP in der Klinik des US-Arztes Richard Steadman in Vail, Colorado. Pep Guardiola beharrt weiterhin auf einer Behandlung durch den spanischen Mediziner Ramon Cugat. Dem Arzt war jedoch nach Thiagos erneutem Innenbandriss vorgeworfen worden, den Fußballer mit Kortison behandelt zu haben. Gegen diese Vorwürfe hatte sich Cugat per Twitter zur Wehr gesetzt.

Trotz der Zweifel, die vor allem auch Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt gegen Cugat hegt, hat sich nun Guardiola durchgesetzt. Thiago wird in Barcelona operiert werden. Das bestätigte Karl-Heinz Rummenigge vor dem Abflug der Mannschaft zum Champions-League-Spiel beim AS Rom. Der zweite Mannschaftsarzt des FC Bayern, Dr. Lutz Hänsel, wird bei der Operation anwesend sein. (ska)