Nach dem Sieg der Schweizer Nati am Donnerstagabend sind die Nordiren stinksauer. Der Schiri hätte etwas gesehen, was gar nicht passiert sei - und dann einen Elfmeter gegeben.

Nach dem Elfmeter für die Schweiz im Playoff-Hinspiel der WM-Qualifikation sprach Nordirlands Jonny Evans gar von einer noch größeren Ungerechtigkeit als das Handspiel des Franzosen Thierry Henry, das 2009 zum WM-K.o. von Nachbar Irland geführt hatte.

Ein Schuss des früheren Bayern-Profis Xherdan Shakiri aus kurzer Entfernung hatte Evans' Bruder Corry an der Schulter getroffen, der nordirische Verteidiger hatte sich sogar noch weggedreht.

Schiri entschied auf Handelfmeter

Trotzdem entschied der rumänische Schiedsrichter Ovidiu Hategan auf Handelfmeter, den der Ex-Wolfsburger Ricardo Rodríguez sicher zum 1:0 (0:0)-Sieg am Donnerstag verwandelte.

"Diese Entscheidung war schlimmer als bei Henry. Es ist ein Unterschied, wenn er etwas übersieht. Hier hat er etwas gesehen, was gar nicht passiert ist", sagte Jonny Evans. 2009 hatte sich Frankreich im Playoff-Rückspiel gegen die Iren erst in der Verlängerung durchgesetzt, nachdem Henry den Ball mit der Hand mitnahm und schließlich zum Torschützen William Gallas beförderte.

Im Fall der Nordiren wurde Corry Evans gar doppelt bestraft. Er sah für sein vermeintliches Handspiel die zweite Gelbe Karte und ist damit im Rückspiel am Sonntag (18.00 Uhr) in Basel gesperrt. "Ich bin absolut enttäuscht, aber das Spiel in Basel ist noch wichtiger. Ich werde dort sein und die Jungs unterstützen", meinte der Verteidiger.

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