Ex-Weltmeister Toni Kroos hat Leroy Sané das Potenzial zur Weltklasse attestiert, sich aber gleichzeitig erneut kritisch zum Jungstar von Manchester City geäußert.

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"Grundsätzlich ist er ein Spieler, der alles mitbringt, um absolute Weltklasse zu werden. Man hat aber das Gefühl, dass er gesagt bekommen muss, was zu tun ist, um das zu werden", sagte Toni Kroos am Mittwoch bei einer Pressekonferenz der Fußball-Nationalmannschaft in München über seinen DFB-Teamkollegen Leroy Sané.

Sané bringe einzigartige Qualitäten mit, meinte der viermalige Champions-League-Sieger von Real Madrid. "Klar ist, dass man ihn dazu bringen muss, die Topleistung zu bringen. Er ist eine Riesenbereicherung, weil er uns mehr geben würde für unser Spiel, wenn er es auf den Platz bringt", sagte Kroos über den 22-Jährigen.

Kroos bemängelt Sanés Körpersprache

Kroos hatte sich im März nach dem 0:1 im WM-Test gegen Brasilien kritisch über Sanés Einstellung geäußert, ohne konkret dessen Namen zu nennen.

Nun merkte der 86 malige Nationalspieler an, dass Sanés Körpersprache manchmal den Eindruck vermittle, es sei ihm egal, ob das Team gewinne oder verliere.

Am Wochenende war Sané bei Manchester City angeblich aus disziplinarischen Gründen nicht in den Kader für das Ligaspiel gegen Newcastle berufen worden. Offenbar schätze Trainer Pep Guardiola Sané ähnlich ein wie er, merkte Kroos an.

Über Sanés oft kritisierte Streichung aus dem WM-Kader kurz vor der Abreise wollte sich Kroos nicht äußern, da er selbst erst kurz vor dessen Abreise in Südtirol eingetroffen sei. Bundestrainer Joachim Löw hat Sané für die Länderspiele gegen Frankreich am Donnerstag in München und drei Tage später gegen Peru in Sinsheim wieder berufen.  © dpa

"Ganz ganz übles Foul" an Leroy Sané: Bundestrainer Joachim Löw hatte die schlimmsten Befürchtungen

Leroy Sané habe sich nicht verletzt. Das war für Joachim Löw nach einem unnötig harten Einsteigen des Serben Milan Pavkov im Test-Länderspiel in Wolfsburg die wichtigste Erkenntnis. Pavkov habe riskiert, Sané den Fuß zu brechen. Löws Kollege Mladen Krstajic entschuldigte sich für die hässliche Szene. © DAZN