(ska) Dieses Thema will uns in diesem Jahr nicht mehr loslassen: Homosexualität im Fußball. Noch immer gibt es in Europas Ligen kaum öffentlich geoutete Spieler. In der deutschen Bundesliga gibt es keinen einzigen. Fußball und Schwulsein, das passt noch immer nicht zusammen. Nun hat sich auch das Musikgeschäft dieser Problematik angenommen.

Die britische Elektropop-Band Hot Chip setzt in ihrem neuen Video zu dem Song "Don't Deny Your Heart" ein klares Zeichen gegen Homophobie. In dem Musikclip sieht man zunächst die Band ein Retro-Fußball-Game, das entfernt an "Fifa '98" erinnert, spielen. Die ungewöhnliche Wendung: Nach einem fußballtypischen Gerangel der animierten Kicker lassen die Fußballer alle Hemmungen fallen und küssen sich. Im Hintergrund hört man die Kommentatoren: "Wir haben jahrelang auf diesen Moment gewartet. Das ist es, was den Fußball ausmacht."

Hot Chip sind nicht die ersten Musiker, die Fußball und Homosexualität miteinander in Verbindung bringen. Auch im Video zu "Last of the English Roses" (2009) von Brit-Rocker Peter Doherty küssen sich Fußballer. Und die isländische Indie-Band Sigur Rós überträgt die Problematik in ihrem Video zu "Vidrar Vel Til Loftarasa" (2008) sogar auf Jugendmannschaften. Zumindest in der Musikwelt ist Homosexualität im Fußball also scheinbar kein Problem mehr.