(sal/ae) - Neuer Fall von Burn-out im deutschen Profifußball: Offenbachs Manager Michael Sternkopf wird wegen eines akuten Erschöpfungszustandes stationär behandelt.

"Ich bin nicht mehr in der Lage, meinen Job auszuführen", zitiert "Bild" den ehemaligen Bayern-Star. "Der Job hat mir eigentlich Spaß gemacht, aber ich hatte in den letzten Jahren null Erholung. Und: Ich war auf einmal für eine Sache verantwortlich, die ich noch nie gemacht hatte."

Der 41-Jährige hat sich inzwischen in eine badische Klink begeben. Wie lange die Behandlung dauern werde, sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar, teilte Drittligist Kickers Offenbach mit. Der Klub werde Sternkopf jegliche Unterstützung bieten.

Vom drohenden Burn-out will der Verein laut "Welt Online" nichts bemerkt haben: "Wir wussten, dass er vielleicht mit dem Druck nicht ganz so gut umgehen konnte wie andere. Er hat uns die Symptome beschrieben. Wir wussten, was los ist. Aber im Vorfeld haben wir davon nichts gespürt", so Geschäftsführer Thomas Kalt.

Sternkopf hatte zum Anfang der Saison die Stelle als Organisationsleiter übernommen. Zuvor war er als Offensivspieler unter anderem bei Bayern München und Arminia Bielefeld unter Vertrag.

Erst im September war Schalke-Trainer Ralf Rangnick wegen einer Burn-out-Erkrankung zurückgetreten.