Matthias Sammer nervt die ständige Taktik-Diskussion, die durch die vielen System-Umstellungen seines Trainers Pep Guardiola hervorgerufen wurde. In einem Interview gerieten nun auch einige ehemalige Bayernspieler in sein Kreuzfeuer.

Im Gespräch mit der "Sportbild" äußerte der Sportvorstand des FC Bayern München vor allem Kritik an der "Sky-Experten-Runde" um Lothar Matthäus und Didi Hamann, die Pep Guardiolas häufige Umstellungen zuletzt bemängelt hatten. "Als Experten sollten sie sich schon mal durch den Kopf gehen lassen: Warum und wieso macht jemand wie Pep Guardiola so etwas", sagte der 47-Jährige. Am Ende müssten die Experten froh sein, wenn sie etwas zu diskutieren hätten.

Kritik an den Bayern sei laut Sammer natürlich erlaubt. "Es wird in Deutschland aber noch nicht verstanden, wie Pep denkt", so der Sportvorstand. Bei allen Diskussionen erkenne die Öffentlichkeit nicht, dass bei Guardiola die Idee vor dem System steht. "Der FC Bayern ist froh, glücklich und auch dankbar, dass wir einen Trainer wie Pep Guardiola haben, der die Mannschaft wie auch sich selbst immer wieder fordert. Er beeinflusst damit so den deutschen Fußball natürlich in seiner Denkweise." (smo)