• Markus Kurscheidt von der Universität Bayreuth sieht eine positive und eine negative Seite im Sponsoring von Kryptofirmen in der Fußball-Bundesliga.
  • Auf der einen Seite sei diese Entwicklung fortschrittlich, auf der anderen Seite sei der Ruf von Kryptofirmen negativ behaftet.

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Das Sponsoring von Kryptofirmen in der Fußball-Bundesliga kann für die Glaubwürdigkeit der Profivereine zum Problem werden. "Das Negative ist, dass Kryptowährungen weiterhin etwas aus der Schmuddelecke kommen und noch relativ undurchsichtig sind. Firmen aus der Kryptobranche versuchen aber natürlich, für sich positive Imagesignale zu setzen und einen Imagetransfer zu erzeugen. Dann gibt es noch die ungelöste, negative Seite von Blockchain: der Energieverbrauch und damit der ökologische Fußabdruck", sagte Markus Kurscheidt, Inhaber des Lehrstuhls für Sportwissenschaft II an der Universität Bayreuth, der Deutschen Presse-Agentur.

Kurscheidt: Das Gute an der Blockchain sei die Verschlüsselung und hohe Datensouveränität

Eine positive Seite des Kryptosponsorings bestehe jedoch in der Innovationskraft. "Die Profivereine bringen sich über ihre Partner mit der Digitalisierung in Verbindung und können als Testing Ground für moderne Produkte dienen. Die Verschlüsselung durch Blockchain kann ein sehr positiver Service für die Fans sein, indem man eine höhere Datensouveränität und eine zuverlässige Verschlüsselungstechnik für Geld gewinnt", erläuterte Kurscheidt, der unter anderem zu Sozioökonomik der Sportpolitik und Sport Governance forscht.

Die Kryptobranche drängt immer stärker in den Profisport. Die Handelsplattform Crypto.com ist zum Beispiel Sponsor der Fußball-WM 2022 in Katar. Die Bundesligisten forcieren vor allem den Handel mit digitalen Sammelkarten. Hertha BSC arbeitet aber bereits mit dem Finanzdienstleister Caizcoin zusammen, die Kryptowährung Baby Doge ist Partner der TSG 1899 Hoffenheim. (dpa/mit)