Karl-Heinz Rummenigge ist guter Hoffnung, dass Uli Hoeneß seine Zeit im Gefängnis ohne größere seelische Narben überstehen wird. Vor allem helfe dem ehemaligen Bayern-Boss der Fußball über die schwere Zeit hinweg.

"Ich habe den Eindruck, Uli kommt mit seiner Situation klar", sagt Rummenigge in einem Interview mit der "Sport Bild". Vor allem, weil er sich auch im Gefängnis weiterhin leidenschaftlich mit dem Fußball - und vor allem dem FC Bayern München beschäftigen könne, komme er mit der Zeit gut zurecht. "Wir haben doch alle einen Bazillus namens Fußball in uns. So auch Uli, der auch in dieser Zeit diesbezüglich alles aufsaugt. Der Fußball war für Jahrzehnte sein Leben. Er schaut sich alles an und liest, was er irgendwie in die Finger bekommt", so Rummenigge.

Hoeneß' altes Büro beim FC Bayern sei nach seinem Abschied weder neu vergeben noch ausgeräumt worden: "Es ist verschlossen, Ulis Möbel stehen darin. Das haben wir aus Respekt gemacht." Sollte Hoeneß tatsächlich als Freigänger eine Anstellung beim FC Bayern erhalten, müsste er sich also gar nicht erst neu einrichten, sondern könnte direkt an die Arbeit gehen. Wann und in welcher Form das genau der Fall sein wird, kann Rummenigge aber noch nicht sagen. "Wir wollen Uli dabei helfen. Aber das müssen wir noch im Detail besprechen." (mom)