Die Welttrainer des Jahres: Jürgen Klopp gibt Pep Guardiola das Nachsehen

Der beste Fußballer der Welt wird bereits seit 1991 jährlich ausgezeichnet, der beste Trainer erst seit 2010. Mit Jürgen Klopp hat es zum dritten Mal einen Übungsleiter aus Deutschland getroffen. Selbstredend hat er namhafte Vorgänger.

2010: Dem Portugiesen Jose Mourinho bringt das Triple aus Meisterschaft, Pokalsieg und Champions League (im Endspiel gegen den FC Bayern München) mit Inter Mailand die Auszeichnung ein. Anschließend wird der vorherige Co-Trainer des FC Barcelona Coach von Real Madrid und zwei Mal in Folge Dritter bei der Wahl zum Welttrainer des Jahres.
2011: Pep Guardiola gewinnt in diesem Traumjahr nur den spanischen Pokal nicht, räumt ansonsten mit dem FC Barcelona alle verfügbaren Titel ab. Als Krönung den des besten Trainers der Welt. Im Jahr davor ist er hinter Mourinho und Landsmann Vicente del Bosque bereits auf dem Podium gelandet.
2012: Vicente del Bosque erklimmt als Trainer eine Höhe, die ihm als spanischer Nationalspieler nicht vergönnt gewesen ist. Der Europameistertitel, den der Trainer des Weltmeisters 2012 in Polen und in der Ukraine holt, spült ihn auf den Gipfel des Welttrainers des Jahres. 2010 ist er hinter Mourinho und vor Guardiola Zweiter geworden.
2013: Del Bosques Nachfolger Jupp Heynckes hat wie dieser eine Trainer-Vergangenheit bei Real Madrid und mit den Königlichen die Champions League bereits 1998 gewonnen, zwei Jahre vor del Bosque. Doch erst, als Heynckes sein Dasein als Rentner dem FC Bayern München zuliebe unterbricht, wird er unsterblich. Das Triple 2013 macht aus Heynckes den Welttrainer des Jahres.
2014: Der Titel bleibt in deutscher Hand, und das aus bestem Grund. Bundestrainer Joachim Löw führt die deutsche Nationalmannschaft in Brasilien mit einem unvergessenen 1:0 im Finale über Argentinien zur vierten Weltmeisterschaft. Die Auszeichnung zum Welttrainer des Jahres ist auch eine für seine konstant starken Turnierresultate seit der WM 2006.
2015: Im Jahr nach Deutschlands großem WM-Triumph schwingt wieder ein Spanier das Zepter. Es ist Pep Guardiolas früherer Teamkollege und Nachfolger beim FC Barcelona, Luis Enrique. Tatsächlich kommt der damals 45-Jährige aus dem Feiern nicht heraus und stellt jeden möglichen Pokal in die Vitrine der Rot-Blauen. Inklusive UEFA Super-Cup und Klub-WM sind es fünf an der Zahl.
2016: Dass Claudio Ranieri das noch erleben darf: 20 Jahre nach dem Gewinn seines ersten Titels, dem italienischen Pokal, gelingt dem gebürtigen Römer die Realisierung eines modernen Märchens. Underdog Leicester City führt der damals 64-jährige Wandervogel zur Meisterschaft in der englischen Premier League. Ein Jahr darauf indes sind Liebe und Magie erloschen und Ranieri zieht weiter zum FC Nantes.
2017: Erstmals ist ein früherer Weltfußballer auch der Welttrainer. Zinedine Zidane, 1998 als Weltmeister mit Frankreich das Maß aller Dinge, schenkt 19 Jahre später den Fans von Real Madrid den Sieg in der Champions League, in der Meisterschaft und im heimischen Supercup. Dazu kommen die Triumphe im UEFA Super-Cup und in der Klub-WM.
2018: Didier Deschamps, 1998 Kollege von Zidane in der Nationalmannschaft und bei Juventus Turin, hält den Titel des Wellttrainers in Frankreich, dem Gewinn des WM-Endspiels gegen Kroatien in Moskau sei Dank. Zidane, schon 2016 Zweiter bei der Wahl zum Welttrainer, wird erneut Zweiter.
Klopp gibt seinem ewigen Rivalen Guardiola das Nachsehen, mit dem er sich erst in der Bundesliga (Dortmund gegen die Bayern) und dann in England (Liverpool gegen Manchester City) um Siege und Titel streitet. Guardiola wird zum dritten Mal Zweiter und ist mit insgesamt fünf Podestplätzen bei der Wahl zum Welttrainer des Jahres seit deren Einführung der bisherige Gesamtsieger.