Acht Spiele trennen Leicester City vom größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Nachdem sie im vergangenen Jahr noch gegen den Abstieg kämpften, könnten die "Foxes" tatsächlich englischer Meister werden.

Das Wunder von Leicester City geht weiter: Der 1:0-Erfolg über Newcastle United war bereits der 18. Saisonsieg. Damit sind die "Foxes" dem Traum von der ersten Meisterschaft der Vereinsgeschichte ein ganzes Stück näher gekommen.

Denn einzig Tottenham Hotspur konnte am vergangenen Wochenende sein Spiel beim Tabellen-Schlusslicht Aston Villa mit 2:0 gewinnen und den Abstand von fünf Punkten halten.

Manchester City und Arsenal wohl schon raus

Manchester City dagegen kann die Meisterschaft nach dem 0:0 bei Norwich City wohl abhaken. Der Rückstand auf Leicester beträgt bereits zwölf Punkte. Zwar haben die Citizens noch ein Spiel mehr, doch der Abstand zu Platz eins ist kaum noch aufholbar. Vielmehr muss Manchester City aufpassen, dass der Klub nicht auch noch die Qualifikation für die Champions League versäumt.

Gleiches gilt für den FC Arsenal. Der Champions-League-Achtelfinalist liegt einen Punkt vor Manchester City und hat wie auch die "Citizens" noch ein Spiel mehr ausstehen. Dennoch sind die Chancen auf die Meisterschaft gering.

Kein schweres Restprogramm

Außerdem ist das Restprogramm von Leicester City durchaus machbar. Die "Foxes" spielen noch gegen die abstiegsbedrohten AFC Sunderland, Swansea City und Crystal Palace. Zwei schwere Auswärtsspiele warten am Ende der Saison. Am 36. Spieltag geht es zu Manchester United. Das letzte Spiel bestreitet Leicester beim FC Chelsea.

Was macht Leicester so stark?

Leicester City setzt bei seinem Siegeszug nicht auf Weltklasse-Spieler, sondern auf mannschaftliche Geschlossenheit. Der Marktwert des gesamten Kaders beträgt rund 125 Millionen Euro. Der Kader von Manchester City dagegen hat einen Wert von 500 Millionen Euro.

Gemeinsam mit Tottenham stellt Leicester mit 53 Toren den besten Angriff der Liga. Stürmer Jamie Vardy und Rechtsaußen Riyad Mahrez erzielten zusammen 34 der 53 Tore. Auch die Defensive um den ehemaligen deutschen Nationalspieler Robert Huth weiß zu überzeugen. Mit 31 Gegentoren stellt Leicester City die fünftbeste Verteidigung der Premier League.

Der Trainer ist ein erfahrener Mann

Trainer Claudio Ranieri hat viele große Vereine wie Juventus Turin, Inter Mailand oder den FC Chelsea trainiert. Mit seinen Erfahrungen aus 30 Jahren als Trainer kann er Leicester auch in schwierigen Situationen helfen.

Der Saisonendspurt wird entscheidend

Die "Foxes" haben im Kampf um die Meisterschaft die besten Karten. Die einzige Frage, die offen bleibt ist, ob die Spieler trotz des Vorsprungs weiter konzentriert bleiben und ihre Leistung abrufen. Die vermeintlich leichten Spiele gegen die abstiegsbedrohten Mannschaften können auch für den Tabellenführer zu Mammutaufgaben werden.

Wenn Jamie Vardy und Riyad Mahrez aber weiter an ihrer Torquote arbeiten, könnte das Wunder von Leicester am Ende tatsächlich wahr werden.